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WLAN-Verteiler: Mesh-WLAN übers Stromnetz

Heinrich Voigts on September 1, 2017 - 8:47 pm in Internet

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WLAN-Verteiler oder auch Mesh-Systeme sollen Funklöcher in größeren Wohnungen oder Häusern stopfen. Manchmal ist aber die Funkverbindung zwischen den Basen zu schwach. Dann kann der Umweg über das Stromnetz helfen.

Netgear war auf der IFA 2016 mit seinem Orbi-System der Pionier bei WLAN-Verteilern beziehungsweise Mesh-Systemen. Das hat unter anderem mit Linksys Velop und Google Wifi schnell Konkurrenz auf den Plan gerufen. Mit solchen Verteilern kann man WLAN-Funklöcher in größeren Wohnungen oder Häusern komfortabler und nachhaltiger stopfen als mit herkömmlichen Repeatern.

Zwar arbeiten Mesh-Systeme prinzipiell genauso wie Repeater, aber sie sind in entscheidenden Details verbessert: Zum Einen gibt es eine einheitliche und zentrale Bedienoberfläche für die Konfiguration, mal per App, mal per Browser. Zum Anderen verwenden manche Mesh-Systeme eine separate Funkverbindung zum Verknüpfen der Nodes (WLAN-Basen) untereinander (Backbone), was den Client-Durchsatz erheblich steigert, weil diese sich den Funkkanal nicht mehr mit dem Backbone teilen müssen. Die meisten als “Mesh” beworbenen Systeme beherrschen zudem glatteres Roaming (nahezu lückenloser Wechsel der Clients zwischen den Basen) und optimieren den Summendurchsatz in ihren Funkzellen (Airtime Fairness, Band Steering).

Mesh-Umleitung

Manchmal haben reine WLAN-Verteiler wie Netgear Orbi oder Google Wifi aber wegen dicker Wände schlechte Karten, denn dann funktioniert auch der WLAN-Backbone nicht vernünftig. Hier verspricht die Datenübertragung übers Stromnetz (Powerline) die Verteilerknoten besser zu verknüpfen. Hersteller wie AVM (Halle 17, Stand 109) oder Devolo (Halle 6.2, Stand 129) werten dazu ihre Powerline/WLAN-Adapter mit Firmware-Upgrades auf und bringen teilweise auch neue Modelle heraus.

D-Link (Halle 25, Stand 132) stellt in Berlin seinen mit einem Powerline-Backbone arbeitenden WLAN-Verteiler Covr neu vor. Anders als noch im Januar zur CES angekündigt, arbeiten die Adapter nun an beliebigen Routern; sie setzen kein D-Link-Modell mehr voraus. Die Covr-Adapter haben 3 Gigabit-LAN-Ports für verkabelte Geräte und 2-Stream-WLAN in zwei Funkbändern (max. 300 MBit/s brutto auf 2,4 GHz, parallel 866 MBit/s auf 5 GHz). Dazu kommt geschwindigkeitsmäßig gut angepasstes MIMO-Powerline für den Stromleitungs-Backbone (1200 MBit/s).

Rückzieher

Ein ebenfalls im Januar angekündigtes Mesh-WLAN-Produkt wird nun doch nicht erscheinen: Sitecom hat sein Huddle-Projekt aufgegeben, auch wenn die Website dazu aktuell noch online ist. Gründe dafür mochte man c’t nicht nennen.

[Update 1.9.2017 18:55] D-Link will Covr nur als 2er-Kit vertreiben. Der Satz mit zwei Adaptern (Covr-P2502) soll Mitte Dezember im Markt erscheinen und 229 Euro (UVP) kosten.

Zur IFA siehe auch die Sonderbeilage von Heise Medien:

  • After Work – Digitalisierung des Alltags

(ea)

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