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Update auf Version 7.3 für Red Hats Unternehmens-Linux RHEL

Moritz Rosenfeld on November 27, 2016 - 7:05 am in OSS

Rund ein Jahr haben sich die Red-Hat-Entwickler für die Version 7.3 ihres Enterprise Linux Zeit gelassen. Zu den Neuerungen gehören bessere Tools für Linux-Container sowie Treiber für die IoT-Nutzung.

Rund ein Jahr (seit RHEL 7.2) haben sich die Red-Hat-Entwickler für das jetzt freigegebene Update ihres Enterprise Linux (RHEL) Zeit gelassen. Für RHEL 7.3 verspricht der Hersteller Optimierungen rund um Performance, Sicherheit und Zuverlässigkeit sowie einige neue Funktionen.

Zu Ersteren gehören leichtgewichtige Tunnel, über die openVswitch virtuellen Gastsystemen mehr Durchsatz aber auch bessere Abschottung verschaffen kann. Auch Kompatibilität zu Non-Volatile Dual In-line Memory Module (NVDIMM) zählt hierzu. Über das libnvdimm-Kernel-Subsystem lässt sich NVDIMM-Speicher direkt als Block-Storage-Gerät einbinden. Ebenfalls neu – allerdings nur als Technology Preview – ist der Direct Access (DAX) Mode über den Ext4- und XFS-Dateisysteme NVDIMMs direkt nutzen können. Darüber hinaus sollen die Layout-Formate Block SCSI und Flex-Files das Verwalten performancesensitiver Parallel-NFS (pNFS)-Cluster vereinfachen.

Sicherheit und Identity Management

In diesem Bereich integrierten die Entwickler eine Reihe von Updates. So aktualisierten sie die SELinux-Userspace-Pakete auf die Version 2.5 und auch openSCAP für das Security Content Automation Protocol (SCAP) auf Version 1.2.10. Mit dem ebenfalls aufgefrischten scap-workbench 1.1.2 lassen sich administrative Arbeiten komfortabel in einer GUI erledigen.

Ipsilon, das in RHEL 7.2 als technische Preview eingeführte Paket für föderiertes Single Sign-on (Federated SSO), wird Red Hat in einer der nächsten Punkt-Versionen wieder entfernen. Die Entwickler ersetzten es durch ein webbasiertes SSO-Paket auf Basis des freien Keycloak-Projekts. Das beherrscht SAML 2.0, OpenID Connect sowie OAuth 2.0 und soll zukünftig als SSO-Anwendung für das gesamte Produkt-Portfolio dienen. Das integrierte Identity-Management FreeIPA kann jetzt große Umgebungen deutlich flotter bedienen und bietet Smartcard-Authentifizierung für Active-Directory-Nutzer.

Internet of Things und Container

Mit einem aktualisierten Stack kann der RHEL-Kernel jetzt Geräte über Bluetooth LE (Low Energy) ansprechen. Die sind vor allem im Bereich Internet of Things (IoT) verbreitet. Darüber hinaus sind die Treiber für den in Autos sowie High-End-Industriesteuerungen verbreiteten CAN-Bus (Controller Area Network) aktiviert. Über das auf Version 4.5 aktualisierte MMC-Subsystem (Multimedia Card) kann der Kernel den Speicher von IoT-Devices über das embedded MMC (eMMC) Interface 5.0 ansprechen. Das soll vor allem Suspend und Resume von MMC-Geräten verbessern.

Den für die Containerverwaltung genutzten Atomic Host aktualisierte Red Hat auf Version 7.3. Noch als Technical Preview dabei sind die Integration des System Security Services Daemon (SSSD) sowie von DNSSEC. An den Management-Tools (Atomic CLI/Cockpit) polierten die Entwickler ebenso wie an der Docker-Engine. Ausführliche Details dazu und zu den weiteren Neuerungen liefern die Release Notes. (avr)

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