/ Software-Entwicklung / DeepCoder: Forscher stellen selbst programmierende Künstliche Intelligenz vor

DeepCoder: Forscher stellen selbst programmierende Künstliche Intelligenz vor

Gerfried Steube on February 25, 2017 - 5:50 pm in Software-Entwicklung

Wissenschaftler von Microsoft und der University of Cambridge haben eine Künstliche Intelligenz geschaffen, die Programmierprobleme durch die Wiederverwendung von Codezeilen aus anderen Programmen lösen können soll.

Gerade in jüngster Zeit konnten die Forschungen zur Künstlichen Intelligenz beeindruckende Entwicklungssprünge verzeichnen, sodass dank Machine Learning, Deep Learning und neuronaler Netze etliche KI-basierte Techniken in Industrie, Wirtschaft und Privatleben einziehen konnten. Eine jüngst vorgestellte Forschungsarbeit mit dem Ziel, Programmierprobleme durch die Wiederverwendung von Codezeilen aus anderen Programmen zu lösen, schickt sich nun an, den Wunsch vieler Wissenschaftler zu erfüllen: Computer schreiben von selbst Programme beziehungsweise lösen eigenständig Probleme in Code.

DeepCoder, eine von Microsoft Research und der University of Cambridge erarbeitete Künstliche Intelligenz, beobachtet im Zuge der sogenannten automatischen Programmsynthese Eingabe sowie erwartete Programmausgabe. Dabei füllt die KI die Lücken zwischendrin, indem sie vordefinierten Code heranzieht, von dem sie annimmt, dass er die gewünschte Ausgabe erzeugen wird. Nach demselben Prinzip gehen viele Entwickler Problemen in ihren Programmen an, indem sie sich zum Beispiel bei der Q&A-Website Stack Overflow Codestücke nehmen, von denen sie annehmen, dass sie helfen können.

Die in einem für die International Conference on Learning Representations ausgearbeitete Schrift legt aber nahe, dass DeepCoder deutlich effizienter als ein Mensch werden könne. Die KI sei in der Lage sein, Code mit der Geschwindigkeit eines Computers zu durchsuchen und zu kombinieren. Außerdem arbeite sie mit Machine-Learning-Algorithmen, um die Code-Fragmente nach ihrer wahrscheinlichen Nützlichkeit zu sortieren. Noch befinde man sich in einem frühen Stadium: Gegenwärtig kann DeepCoder Probleme mit nur etwa fünf Codezeilen angehen. (ane)

Read more on: Source

Comments are disabled