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Yahoo: BSI fordert mehr Kooperation bei Security-Vorfällen

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Gerfried Steube on May 12, 2017 - 2:17 am in Internet

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik fordert internationale IT-Unternehmen auf, bei sicherheitsrelevanten Vorfällen stärker mit der deutschen Behörde zu kooperieren, wenn deutsche Staatsbürger betroffen sind. Sonst könne das BSI seine “gesetzlichen Aufgaben als nationale Cyber-Sicherheitsbehörde” nicht wahrnehmen. Als konkretes Beispiel nennt das BSI Yahoo, das Unternehmen habe auch auf Nachfrage keine Details zu den Angriffen gegen Nutzer bekanntgegeben.

Man habe Details “zu Einzelheiten des Angriffs, zum genauen Ausmaß des eingetretenen Schadens sowie zu den getroffenen Maßnahmen” erhalten wollen. Yahoo habe aber trotz der “systemrelevanten Schwachstellen” stets nur auf die irische Datenschutzbeauftragte verwiesen, habe diese aber nicht ermächtigt, mit dem BSI zu sprechen.

Bis heute keine Informationen

Aus diesem Grund würden bis heute keine Informationen vorliegen, um Empfehlungen oder Warnungen für deutsche Nutzer auszusprechen. BSI-Präsident Arne Schönbohm sagte: “Es ist bedauerlich, dass Yahoo unserem Auskunftsersuchen zu den IT-Sicherheitsvorfällen, die auch Bürgerinnen und Bürger in Deutschland betreffen, nicht nachgekommen ist. Einen vertrauensvollen, konstruktiven Dialog für mehr Sicherheit für die Kunden stellen wir uns anders vor.”

Nach dem IT-Sicherheitsgesetz sind einige Unternehmen verpflichtet, größere Sicherheitsvorfälle an die Behörden zu melden. Im Bereich Informationstechnik betrifft dies Unternehmen, die mehr als 500.000 personenbezogene Zertifikate verwalten oder mehr als 10.000 TLS-Zertifikate ausgegeben haben.

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