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WLAN-Mesh: TP-Links Deco bald in Deutschland

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Heinrich Voigts an April 21, 2017 - 5:56 pm in Internet

Das neue WLAN-Mesh-System von TP-Link verspricht einfache Einrichtung und echtes Mesh.

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Der Netzwerkhersteller TP-Link bringt sein neues WLAN-Mesh-System Deco im Juli auf den deutschen Markt. TP-Link hatte Deco im Januar auf der CES angekündigt. Die Einrichtung soll besonders einfach sein. Die Geräte enthalten neben zwei WLAN-Funkmodulen auch Bluetooth 4.2, über das die Erstkonfiguration per Smartphone-App geschieht. Dabei muss ein primäres Gerät festgelegt werden, welches mit dem Router verbunden wird. Das übrige Management läuft dann über TP-Links Cloud-Service, sodass sich Deco auch unterwegs bedienen lässt. Ob die Einstellungen auch ohne Cloud-Service und Smartphone-App zugänglich sind, hat TP-Link bisher nicht gesagt.

Deco ist nicht nur ein Mesh-WLAN-System, sondern enthält auch einen Router und eine Firewall. Beide sind Teil von TP-Links HomeCare-Software, die der Hersteller mit Trend Micro entwickelt hat. HomeCare soll Netzangriffe abwehren, Viren aus dem Internetverkehr filtern und Heimadministratoren die Möglichkeit geben, bestimmte Inhalte zu sperren und zeitliche Limits festzulegen. Die Nutzung ist für die ersten drei Jahre im Preis inbegriffen.

Mesh – auch via LAN

Die Deco-Access-Points funken sowohl im 2,4- als auch im 5-GHz-Band und zwar gemäß IEEE 802.11a/b/g/n und ac. Mit zwei Antennen pro Band liefern sie bis zu 400 MBit/s im 2,4-GHz-Band und bis zu 867 MBit/s im 5-GHz-Band. TP-Link führt nicht auf, ob DFS implementiert ist., sodass offen bleibt, ob die Geräte in Europa die höheren 5-GHz-Kanäle nutzen können. Für das Meshing setzt TP-Link eine eigene Routingtechnologie namens ART ein (Adaptive Routing Technology).

Das Verfahren findet automatisch den schnellsten Weg zum Deco-Router und darüber ins Internet. Dabei soll es egal sein, ob die Geräte über LAN-Anschlüsse, WLAN oder Powerline miteinander verbunden sind. Deco bringt außerdem Funktionen zum verzögerungsfreien Wechsel der Clients zwischen den Basisstationen mit. Damit geht TP-Link das Problem an, dass Clients auch dann noch an der ursprünglichen Basisstation angekoppelt bleiben, wenn eine Station mit weit besserem Empfangspegel in der Nähe ist (sticky Clients). Streams und Game-Sitzungen sollen beim Wechsel der Funkzelle nicht abbrechen.

TP-Link wil Deco in zwei Sets anbieten: Das erste, das aus drei Access-Points besteht, soll 299 Euro kosten. Ein weiteres Set mit Powerline-Adaptern im Steckernetzteil möchte der Hersteller im August dieses Jahres auf den Markt bringen. Ob die Geräte für die Erweiterung bestehender Netze auch einzeln erhältlich werden, ist offen. (amo)

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