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Windows 10: Microsoft verrät, welche Daten gesammelt werden

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Moritz Rosenfeld on April 6, 2017 - 4:10 pm in Security

Es soll dem zuverlässigen Betrieb von Windows 10 dienen: Erstmals hat Microsoft umfangreich Auskunft darüber gegeben, welche Daten mit Windows 10 im Detail gesammelt werden. Bisher gab es von Microsoft kaum Informationen dazu, was dem Unternehmen Kritik einbrachte, da die Tatsache an sich seit langem bekannt war.

Die Daten werden von Microsoft auf neun verschiedene Kategorien verteilt. Das reicht von Browserdaten über den Suchverlauf und alle gesprochenen Befehle sowie über Informationen zum verwendeten Gerät bis hin zu den genutzten Apps und Programmen. Microsoft legt demnach ein sehr genaues Profil der verwendeten Hardware samt Komponenten an. Außerdem protokolliert das Betriebssystem Standortdaten, Informationen zu den Verbindungsdaten sowie alles rund um den Einsatz von Apps und Programmen.

Vor allem bei der Nutzung der Sprachsteuerung und der Handschriftenerkennung ist Microsoft akribisch bei der Datensammlung. Damit sollen die betreffenden Funktionen immer weiter verbessert werden, um Sprachbefehle besser zu versehen und Geschriebenes fehlerfrei zu erkennen.

Microsoft will so Fehler besser als in älteren Windows-Versionen finden und beheben können. Im Gespräch mit Ars Technica gab Microsoft dafür ein Beispiel. So wurden einige Nutzer von einem Fehler in der Wecker-App geplagt, der laut Hersteller nur dadurch gelöst werden konnte, dass die Nutzerdaten dafür herangezogen wurden, da er nur wenige Nutzer betraf und nur unter bestimmten Bedingungen auftrat.

Neue Einstellung für Nutzer

Der Nutzer kann in den Einstellungen von Windows 10 beeinflussen, welche Daten gesammelt werden. Bei einer Neuinstallation sind immer erst einmal alle Datensammelschalter auf aktiv gesetzt. Mit dem Creators Update gibt es ein neu gestaltetes Menü, mit dem sich die Datensammelaktivität besser steuern lassen soll. Mit wenigen Klicks kann der Nutzer die gewünschten Einstellungen vornehmen.

Durch die Installation des Creators Update ändert sich an den Datenschutzeinstellungen nichts, die gewählten Optionen bleiben erhalten, verspricht Microsoft. Wer alle Datensammelfunktionen ausschaltet, überträgt dennoch Basisdaten an Microsoft. Der Hersteller verspricht, dass dann nur Daten gesammelt werden, wenn beim Anwender Probleme auftreten.

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