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Windows 10 Insider Build: Vorschau mit dem Windows Subsystem for Linux ist da

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Heinrich Voigts on December 1, 2016 - 3:25 pm in Internet

Microsoft hat das Build 14316 für Windows Insider veröffentlicht, das zahlreiche Neuerungen bietet. Um diese Vorabversion herunterladen zu können, muss sich der Anwender mit seinem Testrechner im Fast-Ring befinden.

Mit dem neuen Build wird das Windows Subsystem für Linux (WSL) mitgeliefert, das für einen Linux-User-Mode die Syscalls im Windows-Kernel verarbeitet. Doch um das Subsystem nutzen zu können, bedarf es einiger zusätzlicher Schritte. So ist es notwendig, in den Einstellungen im Bereich Update und Sicherheit den Entwicklermodus zu aktivieren. Anschließend lässt sich WSL in den Windows-Funktionen aktivieren. Das WSL funktioniert jedoch erst nach einem Neustart des Rechners. Dann lässt sich in der Kommandozeile oder Powershell die Installation der Bourne Again Shell (bash) mit dem Kommando “bash” starten. Dieser Prozess involviert einen zusätzlichen Download, sobald eine Canonical-Lizenz vom Anwender akzeptiert wird. Anschließend lässt sich die Bash auch über das Startmenü starten.

Ubuntu Usermode muss extra heruntergeladen werden

Obwohl eigentlich das Fast-Ring-Build schon eine Vorschau ist, markiert Microsoft das WSL zusätzlich als Betaversion. Das liegt auch an den Einschränkungen, die WSL für längere Zeit haben wird. Microsoft warnt davor, dass Bash derzeit mit Root-Rechten arbeitet. Das heißt allerdings nicht, dass die Bash vergleichbare Rechte in der Windows-Umgebung hat. Die maximalen Rechte orientieren sich an denen des angemeldeten Nutzers. Erst in einem späteren Build will es Microsoft ermöglichen, sich bei Bedarf per Sudo-Kommando höhere Rechte zu verschaffen. Außerdem muss für die Bash dann ein Nutzerkonto eingerichtet werden, was derzeit nicht nötig ist.

Microsoft hat mit dem neuen Build weitere Neuerungen eingeführt. Dazu gehören neue Erweiterungen für den Edge-Browser und der geräteübergreifend arbeitende Sprachassistent Cortana. Cortana kann fortan auf einem Windows-Notebook etwa den Anwender vor einem niedrigen Energiestand seines Android-Smartphones warnen. Und auch das Nutzen von Routenplanungen über mehrere Geräte hinweg ist möglich. Das Auffinden eines verlorenen Smartphones ist ebenfalls als Neuerung möglich, dazu lässt sich das Gerät auch anklingeln. Das funktioniert auch mit Android-Smartphones, sofern Cortana in der Version 1.5 oder neuer installiert ist. Geräteübergreifend soll zudem die Verwendung von Kurznachrichten möglich sein. Diese Funktion aktiviert Microsoft aber erst später.

Als Vorschau gibt es außerdem Skype in einer Version, die auf der Universal Windows Platform aufbaut. Wer Virtual Desktops einsetzt, kann nun Fenster festpinnen, damit diese auf jedem Desktop zu sehen sind. Die Akkulaufzeit soll sich durch eine intelligente App-Steuerung verbessern, indem im Akkusparmodus explizit Hintergrund-Apps, die länger nicht in Benutzung waren, abgeschaltet werden. Ob ein System in den Akkusparmodus wechselt, entscheidet der Anwender nach einer Warnung vor einem niedrigen Energiestand bei einer Restkapazität von 20 Prozent. Die Neuerung gilt sowohl für Windows-Mobile-Smartphones als auch Tablets und Notebooks.

Ob sich Anwender bereits mit dem aktuellen Build Hoffnungen auf eine erheblich verbesserte Stiftbedienung machen können, ist derzeit nicht klar. Microsoft erwähnt die Verbesserungen nicht im Blogpost zum Build 14316. Ohnehin sind hier in Teilen die Anwendungsentwickler gefragt.

Das Build 14316 ist die erste Vorschau, die Neuheiten von Windows 10 Version 1607 beinhaltet, die auf der Build 2016 kürzlich angekündigt wurden. Aufgrund einer veränderten Release-Strategie ist das Risiko des Einsatzes von Fast-Ring-Builds sehr hoch. Wer auf seinen Testrechner angewiesen ist, sollte von einer Installation absehen.

Windows 10 Version 1607 soll im Juli 2016 als kostenloses Update bereitgestellt werden.

Nachtrag vom 12. April 2016

Nach Nutzerberichten hat Microsoft mit dem Build 14136 von Windows 10 eine weitere Neuerung eingefügt. Falls es zu einem Totalabsturz des Betriebssystems kommt, enthält der dann erscheinende Blue Screen einen QR-Code. Dann kann der Nutzer den Code mit dem Smartphone abfotografieren und soll dann künftig bessere Informationen zum Grund der Absturzursache erhalten. Damit sollen sich solche Fehler einfacher als bisher abstellen lassen.

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