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Werbeblocker: Eyeo übergibt Kontrolle an Acceptable-Ads-Komitee

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Gerfried Steube on March 17, 2017 - 7:55 am in Internet

Der Anbieter des Werbeblockers Eyeo wird ab sofort die Akzeptanzkriterien des Acceptable-Ads-Programms nicht mehr selbst festlegen. Die Arbeit wird an das Acceptable-Ads-Committee (AAC) übertragen. Dieses Gremium besteht bereits seit 2011, soll aber künftig alleinverantwortlich entscheiden. Um die Zulässigkeit des Geschäftsmodells von Eyeo wurden bereits mehrere Prozesse geführt.

Die ersten Mitglieder der Gruppe wurden von Eyeo selbst ausgewählt. In Zukunft soll das das Gremium aber auch über Nachbesetzungen autonom entscheiden. Die Interessen der Verleger sollen vom Verlag Condé Nast und den Veranstaltern der Ted-Talks repräsentiert werden. Aus dem Bereich der Werbetechnik sind Rocket Fuel, Rakuten Marketing, Native Ads, Sharethrough und weitere Anbieter dabei. Der Bereich der Verbraucherschutz-Gruppen ist derzeit nicht besetzt, bei den “Digital-Rights-Initiativen” ist die eher unbekannte Gruppe Fight for the Future dabei.

Nutzer können sich für das Gremium bewerben

Auch Nutzer können Mitglied des Gremiums werden, Bewerbungen werden seit dem 15. März entgegengenommen. Eyeo schreibt: “Das Acceptable Ads Committee ist in seiner Art einzigartig, da erstmals auch ein Nutzer als vollwertiges Mitglied akzeptiert wird und damit die Verbraucherinteressen gegenüber der Branche der Online-Werbung vertreten werden.” Jede der Gruppen wird in dem Komitee durch ein stimmberechtigtes Mitglied vertreten. Dieses Mitglied soll innerhalb der eigenen Nutzergruppe Diskussionen führen.

Das Geschäftsmodell von Eyeo ist umstritten, insbesondere das bezahlte Whitelisting von Werbung. Im Streit zwischen Eyeo und dem Axel-Springer-Verlag geht es außerdem darum zu klären, ob Eyeo selbst für die Easylist zur Umgehung von Werbeblockern verantwortlich ist, oder ob dies von unabhängigen Nutzern gepostet wird.

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