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VLC, Kodi, Popcorn Time: Mediaplayer können über Untertitel gehackt werden

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Gerfried Steube on May 24, 2017 - 9:34 pm in OSS

Zahlreiche Mediaplayer gehen offenbar unvorsichtig mit Untertiteldateien um und können daher unerwünschten Code auf dem Rechner der Nutzer ausführen. Das geht aus einer Untersuchung der Sicherheitsfirma Checkpoint hervor. Betroffen sind beliebte Apps wie VLC, Kodi (ehemals XBMC) und Popcorn Time, insgesamt sollen rund 200 Millionen Nutzer bereits eines der verwundbaren Programme genutzt haben.

Angreifer können demnach laut Checkpoint manipulierte Untertiteldateien verwenden, um Rechner anzugreifen. Hauptproblem ist nach Angaben des Unternehmens die generelle Sicherheit entsprechender Programme. Zudem gebe es über 25 verschiedene Formate für Untertitel, alle mit verschiedenen Features und Funktionsweisen.

Checkpoint macht keine detaillierten Angaben zu technischen Details, um böswillige Angriffe zu verhindern. Zu vermuten ist allerdings, dass die Mediaplayer-Apps die Untertiteldateien nicht immer um eventuell eingeschleuste Befehle bereinigen und so Code zur Ausführung bringen, wie es bei zahlreichen Sicherheitslücken im Web-Bereich immer wieder geschieht. Dadurch kann es nach Angaben von Checkpoint möglich sein, den gesamten Rechner zu übernehmen.

Kaum Nutzerinteraktion erforderlich

Perfide ist, dass der Angriff kaum Interaktion der Nutzer benötigt. Viele Mediaplayer können so konfiguriert werden, dass sie Untertiteldateien aus vertrauten Verzeichnissen automatisch beziehen. Angreifer könnten die von ihnen präparierten Quellen zudem gezielt mit guten Bewertungen versehen, damit ihre Dateien bevorzugt ausgewählt werden.

Die Hersteller haben aktuelle Versionen bereitgestellt, die die Sicherheitslücke beheben sollen. Entsprechende Downloads bieten Popcorn-Time, Kodi, VLC und Streamio an.

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