/ OSS / Visual Studio 2017: Microsofts IDE testet Code in Echtzeit

Visual Studio 2017: Microsofts IDE testet Code in Echtzeit

126661-136517-i_rc.jpg
Gerfried Steube an März 13, 2017 - 1:18 pm in OSS

Microsoft hat die neue Version seiner Entwicklungsumgebung (IDE) Visual Studio 2017 veröffentlicht. Das Unternehmen will mit diesem Programm möglichst viele Programmiersprachen unter einer Benutzeroberfläche vereinheitlichen. Primär werden die Programmiersprachen C#, die von der Syntax her Java ähnelt, F# und die Microsoft-Sprache Visual Basic .Net, die beide für Microsofts .Net-Framework ausgelegt sind, verwendet.


Microsoft überspringt bei der Namensgebung die Zahl 16 und führt gleich die 2017er-Version der Windows-IDE ein. Neue Funktionen sind unter anderem das verbesserte Mobile Studio für die schnelle Migration von mobilen Applikationen auf die Betriebssysteme iOS, Android und Windows 10 Mobile. Außerdem sollen Entwickler einen Echtzeit-Unit-Tester aktivieren können, während sie ihren Code anpassen. Die generelle Schnelligkeit und das Setup des Programms hat Microsoft gegenüber dem Vorgänger Visual Studio 2015 verbessert und übersichtlicher gestaltet.

Vereinfachter Installer und Übersicht über Module

Bereits bei der Installation von Visual Studio 2017 sind Unterschiede sichtbar. Der Installationsmanager lädt nur die benötigten Module auf den Computer und kann die Installation dadurch relativ schnell abschließen. Außerdem startet er spürbar schneller in die Anwendung.

  • VS 2017 wird in drei Versionen angeboten. (Screenshot: Microsoft)
  • Live Unit Testing funktioniert parallel zum Arbeiten am Code. (Screenshot: Microsoft)
  • Über den Installer lassen sich verschiedene Pakete für VS 2017 installieren. (Screenshot: Microsoft)
  • Intellisense kann jetzt nach Kriterien sortiert werden. (Screenshot: Microsoft)
  • Go to All ermöglicht die Suche von Projektteilen in einem Fenster. (Screenshot: Microsoft)
  • VS 2017 kann Code-Vorschläge gemäß Team-Standards machen. (Screenshot: Microsoft)
  • Klassen können per Mausklick in eigene Dokumente geschoben werden. (Screenshot: Microsoft)
  • Azure Microservice-Container werden aus VS 2017 heraus erstellt. (Screenshot: Microsoft)
  • In Xamarin lassen sich Eigenschaften in Echtzeit ändern. (Screenshot: Microsoft)
  • In VS 2017 laufen alle mobilen Emulatoren gleichzeitig. (Screenshot: Microsoft)
  • Mobile Apps können auch für Wearables erstellt werden. (Screenshot: Microsoft)
  • Das VS Mobile Center kann Applikationen automatisiert testen. (Screenshot: Microsoft)
  • Redgate Readyroll erstellt Skripts für die Implementierung von Back-End-Änderungen. (Screenshot: Microsoft)

Über den Installer lassen sich verschiedene Pakete für VS 2017 installieren. (Screenshot: Microsoft)

Im Nachhinein können per Programmübersicht zusätzliche Pakete installiert werden. Dazu zählen Microsoft-Dienste wie das Azure-Cloud-SDK, SQL oder die allgemeine Windows 10 SDK.

Auch Pakete von Drittanbietern wie zum Beispiel Werkzeuge für die Spieleentwicklung mit Unity und C# oder eine Entwicklungsumgebung für Linux mit der Sprache C++ werden zum Download angeboten.

Zu installierende Softwarepakete und deren Dateigröße werden in der gleichen Ansicht angezeigt und können von dort aus heruntergeladen werden. Durch die Minimalinstallation am Anfang kann der Umfang der IDE schnell ansteigen. Grundwerkzeuge für das Windows 10 SDK sind etwa knapp 8 GByte groß.

Live-Unit-Testing testet Code parallel zum Editieren

Eine wichtige Neuerung in Visual Studio 2017 ist die Funktion Live Unit Testing. Im Hintergrund analysiert das Programm damit die Logik des geschriebenen Codes und gibt dessen Richtigkeit Zeile für Zeile an. Auf der linken Seite findet der Nutzer entsprechende Infografiken, die sich dynamisch ändern. Detaillierte Informationen, etwa welche Tests in einer Zeile fehlschlagen, werden per Mouse Over angezeigt.

Außerdem hat Microsoft Änderungen an der Autovervollständigung Intellisense vorgenommen. Vervollständigungslisten lassen sich in der neuen Version beispielsweise nach Interfaces, Klassen oder für Windows-Presentation-Foundation-Anwendungen auch nach Ereignissen sortieren. Dazu wurden dem Kontextmenü Icons hinzugefügt, die das Umschalten zwischen Suchfiltern ermöglichen.

  • VS 2017 wird in drei Versionen angeboten. (Screenshot: Microsoft)
  • Live Unit Testing funktioniert parallel zum Arbeiten am Code. (Screenshot: Microsoft)
  • Über den Installer lassen sich verschiedene Pakete für VS 2017 installieren. (Screenshot: Microsoft)
  • Intellisense kann jetzt nach Kriterien sortiert werden. (Screenshot: Microsoft)
  • Go to All ermöglicht die Suche von Projektteilen in einem Fenster. (Screenshot: Microsoft)
  • VS 2017 kann Code-Vorschläge gemäß Team-Standards machen. (Screenshot: Microsoft)
  • Klassen können per Mausklick in eigene Dokumente geschoben werden. (Screenshot: Microsoft)
  • Azure Microservice-Container werden aus VS 2017 heraus erstellt. (Screenshot: Microsoft)
  • In Xamarin lassen sich Eigenschaften in Echtzeit ändern. (Screenshot: Microsoft)
  • In VS 2017 laufen alle mobilen Emulatoren gleichzeitig. (Screenshot: Microsoft)
  • Mobile Apps können auch für Wearables erstellt werden. (Screenshot: Microsoft)
  • Das VS Mobile Center kann Applikationen automatisiert testen. (Screenshot: Microsoft)
  • Redgate Readyroll erstellt Skripts für die Implementierung von Back-End-Änderungen. (Screenshot: Microsoft)

Live Unit Testing funktioniert parallel zum Arbeiten am Code. (Screenshot: Microsoft)

Mit der Funktion Go to All, die per Tastenkombination Strg+T erreicht werden kann, lassen sich Methoden, Klassen oder andere Objekte innerhalb eines Projekts finden.

Visual Studio 2017 ermöglicht Code-Vorschläge etwa von Variablentypen. Das soll innerhalb von Entwicklerteams mit einem einheitlichen Programmierstil sinnvoll sein. Dieser Stil muss vorher in einer Editor-Konfigurationsdatei im XML-Format definiert werden, damit das Programm Code-Vorschläge machen kann. Die Funktion ermöglicht auch etwa das Auslagern von Klassen in eigene Dokumente per Mausklick.

Cloud-Implementierung soll durch .Net-Core-Tools einfacher werden

Die Einführung von .Net-Core-Tools in Version 1.0 soll das Implementieren von Diensten in die Cloud vereinfachen. Die Software ist laut Microsoft quelloffen und über das Onlineportal für Softwareprojekte Github veröffentlicht worden. Die .Net-Core-Tools sind seit längerem in der Entwicklung und mit der Vorstellung von Visual Studio 2017 erstmals in einer offiziellen Version verfügbar.

Für die Veröffentlichung von Projekten in der Azure-Cloud wandelt Visual Studio 2017 Applikationen, die in verschiedenen Programmiersprachen erstellt worden sind, in containerbasierte Microservices. Diese können später beispielsweise von einer Web App über die Cloud verwendet werden. Dazu automatisiert das Programm Docker-Instruktionen und führt diese wie ein Skript per Knopfdruck aus.

Read more on: Source

Kommentare sind deaktiviert