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Vialight Communications: Die Daten kommen per Laser vom Himmel

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Gerfried Steube an März 3, 2017 - 7:05 pm in Internet

Google hat ein neues Navigationskonzept für seine Ballons vorgestellt. Facebook will seine Solardrohne Aquila wieder fliegen lassen. Das Internet soll künftig von oben kommen – per Laser. Die Technik dafür kommt unter anderem aus Deutschland, von Vialight Communications (VLC).


Übertragen werden die Daten optisch. Optisch bedeutet hohe Übertragungsraten, aber über Glasfaser auch hohe Kosten, weshalb die Netzbetreiber den Ausbau außerhalb der Metropolregionen nur zögerlich betreiben. Vielleicht muss aber keine Infrastruktur verbuddelt werden: Mit drahtloser optischer Datenübertragung ließe sich eine schnelle und deutlich günstigere Kommunikationsinfrastruktur aufbauen. Die könnte weltumspannend oder auch nur regional sein. Außerdem soll sie sicher genug sein, dass Unternehmen beruhigt ihre Firmendaten darüber versenden können.

Daten werden durch die Luft übertragen

VLC, ein Unternehmen aus Gilching bei München stellt die dafür notwendigen Geräte her: Sendeanlagen für fliegende Basisstationen sowie das Gegenstück, die optische Bodenstation. Die Übertragung funktioniert ähnlich wie über Glasfaser, nur eben mit einem Laser durch den freien Raum – der Laser ist laut VLC unschädlich. Derzeit sei bidirektional eine Übertragungsgeschwindigkeit von 10 GBit/s möglich, sagt VLC-Finanzchef Wolfram Peschko im Gespräch mit Golem.de. In den kommenden Jahren werde die Technik aber Datenraten bis zu 100 GBit/s zulassen.

  • Stratosphärengleiter wie Facebooks Aquila sollen als fliegende Kommunikationsstationen eingesetzt werden. (Foto: Facebook)
  • VLC baut die Systeme, um Daten per Laser zu übertragen. (Foto: VLC)
  • Damit können die Gleiter untereinander kommunizieren. (Foto: VLC)
  • Mit diesem System werden die Daten zur Erde gesendet. (Foto: VLC)
  • Dort werden sie von einer Bodenstation empfangen. (Foto: VLC)
  • Die Geschwindigkeit liegt derzeit bei 10 GBit/s. Möglich sind 100 GBit/s in den kommenden Jahren .(Foto: VLC)
  • Die Zukunft: Mit dieser Sendeanlage hat das DLR Daten mit 1,72 TBit/s... (Foto: Bernd Müller/DLR)
  • ... an einen Emprfänger übertragen. (Foto: Bernd Müller/DLR)

Stratosphärengleiter wie Facebooks Aquila sollen als fliegende Kommunikationsstationen eingesetzt werden. (Foto: Facebook)

Das Konzept sieht vor, unbemannte Fluggeräte (Unmanned Aerial Vehicle, UAV) oder Ballons mit Laserkommunikation an Bord in die Stratosphäre aufsteigen zu lassen. Das bedeutet für die Kommunikationsanlagen einige wichtige Anforderungen erfüllen müssen: Sie müssen leicht sein – sie wiegen um die zehn Kilogramm -, sie dürfen nicht nicht viel Leistung aufnehmen, da sie von Solarzellen mit Strom versorgt werden. Außerdem müssen sie sehr robust sein, damit sie sowohl die Temperaturen am Boden als auch in der Stratosphäre aushalten. Sie müssen in einem Bereich zwischen minus 80 Grad und plus 40 Grad funktionieren.

Satelliten, Stratosphärengleiter und Ballons übertragen Daten

Die Stratosphärengleiter oder Ballons können untereinander Daten über eine Entfernung zwischen 200 bis 300 Kilometern übertragen, aber wegen der Erdkrümmung nicht weiter. Um größere Entfernungen zu überbrücken – etwa von einem Kontinent zum anderen -, sollen die Netze durch Satelliten im Low Earth Orbit (Leo) ergänzt werden. In etwa 1.000 Kilometern Höhe über der Erde schaffen die Satelliten eine Datenübertragung über Entfernungen zwischen 4.000 und 5.000 Kilometern. In diesen global entstehenden Netzwerken in der Luft und im Weltraum kommunizieren die Knoten in den verschiedenen Höhenstufen miteinander und natürlich mit den Bodenstationen, die die Daten dann in das Glasfasernetz am Boden einspeisen.

Aber bedeutet das nicht, dass es schnelles Internet nur bei schönem Wetter gibt?

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