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Unternehmen: VMware tritt der Linux Foundation bei

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Gerfried Steube an März 12, 2017 - 7:15 pm in OSS

VMware, Hersteller von Virtualisierungssoftware, wird ab sofort im Rahmen einer Gold-Standard-Mitgliedschaft jährlich 100.000 US-Dollar an die Linux Foundation überweisen. Jim Zemlin, Geschäftsführer der Linux Foundation, bezeichnet VMware in seiner Ankündigung als weltweit führend bei Cloud-Infrastruktur und Unternehmensmobilität. Darüber hinaus lobt Zemlin den anhaltenden Einsatz von VMware für Open Source.

So seien über die Jahre zahlreiche Projekte, unter anderem die Open Network Automation Platform (ONAP), Cloud Foundry und Open vSwitch als auch Openstack, mit Beiträgen unterstützt worden. Dirk Hohndel, Vizepräsident von VMware und guter Freund von Linus Torvalds, sagte, als Gold-Mitglied sehe sich VMware mehr als zuvor in der Pflicht, verstärkt mit der Community zusammenzuarbeiten. In einem Interview auf Linux.com führt Hohndel sein Engagement für freie Software bei VMware weiter aus.

Was Zemlin nicht erwähnt, ist der schlechte Ruf vom VMware in der Linux-Community, wenn es um die Einhaltung der GNU General Public License (GPL) geht. Mehr als einmal wurde das Unternehmen beschuldigt, Code unter der GPL nicht unter einer Open-Source-Lizenz zu vertreiben. Zuletzt hatte der deutsche Kernel-Entwickler Christoph Hellweg 2016 gegen VMware geklagt, verlor aber in erster Instanz aus formalen Gründen.

Die Linux Foundation hat über 500 Mitglieder in den Sparten Platin, Gold und Silber. Dazu zählen neben Größen aus dem IT-Bereich wie Google, Intel, Microsoft, Oracle und IBM auch Unternehmen aus den Bereichen Unterhaltungselektronik und der Automobilbranche. So zählen Fujitsu und NEC zu den Platin-Mitgliedern, während Toyota den Gold-Standard hält. Die Linux Foundation richtet weltweit Konferenzen aus, zahlt unter anderem die Gehälter von Linus Torvalds und Kernel-Entwickler Greg Kroah-Hartmann und unterstützt viele angegliederte Projekte.

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