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Ubuntu: Canonical-CEO hört auf und Shuttleworth übernimmt wieder

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Gerfried Steube an April 15, 2017 - 4:33 pm in OSS

Seit März 2010 ist Jane Silber für die Geschäfte von Ubuntu-Sponsor Canonical verantwortlich. Den Chefposten hatte sie von Ubuntu- und Canonical-Gründer Mark Shuttleworth übernommen, der sich in den vergangenen Jahren dem Desktopprojekt Unity samt Smartphone-Ambitionen widmete. Wie Silber im Unternehmensblog mitteilt, gibt sie ihren Posten im Juli wieder an Shuttleworth.

Silber schreibt, dass dieser Schritt nun schon zwei Jahre später umgesetzt werde als ursprünglich geplant. Eigentlich seien nur fünf Jahre als CEO vereinbart gewesen. Der Wechsel an der Führung von Ubuntu, so die Ankündigung, sei demnach schon länger geplant gewesen und Silber werde nach einer etwa dreimonatigen Phase, um die Geschäfte zu übergeben, dem Unternehmen Canonical als Mitglied des Vorstands erhalten bleiben.

Ein gesitteter und schon lange geplanter Übergang – alles in Ordnung also, könnte man meinen. Offenbar ist dieser Führungswechsel aber der wohl wichtigste Teil einer großen Umstrukturierung bei Canonical, dessen bisher größte Änderung der Verzicht auf das eigene Desktopprojekt Unity ist, aus dem auch eine Oberfläche für Smartphones hervorgehen sollte. Canonical verdient aber seit langem mit anderen Teilbereichen Geld, was letztlich auch Mark Shuttleworth selbst begriffen hat.

Teile der Belegschaft müssen gehen

Laut dem britischen Magazin The Register könnten von der Umstrukturierung mehr als 80 Personen betroffen sein, die ihre Arbeit verlieren könnten. Das entspricht wohl mehr als zehn Prozent der gesamten Belegschaft. Darüber hinaus, so The Register, haben im Zuge dessen bereits 31 Angestellte das Unternehmen verlassen und 26 weitere seien formal gekündigt worden. Ein Canonical-Sprecher hat The Register die Entlassungen prinzipiell bestätigt.

Bereits vergangene Woche berichtete The Register über die möglichen Pläne von Shuttleworth für Canonical. Demnach seien die angekündigten Maßnahmen wohl vor allem wirtschaftlichen Interessen geschuldet, die eventuell in einem Börsengang des Unternehmens enden könnten oder zumindest externe Investoren für Canonical anziehen sollten.

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