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TP-Link: Neue Access Points und WLAN-Controller

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Heinrich Voigts on March 25, 2017 - 2:30 pm in Internet

TP-Link stellt auf der CeBIT eine neue WLAN-Geräteserie vor, die mit ihren niedrigen Preisen zentral gesteuertes WLAN auch für kleine Firmen erschwinglich macht. Aber der Dualband-AP muss noch dazulernen.

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TP-Link hat auf der CeBIT erstmalig in Deutschland seine neue Auranet-WLAN-Serie vorgestellt. Sie richtet sich mit einem kleinem und einem großen WLAN-Controller, der 50 beziehungsweise 500 Access Points verwaltet, an kleine und mittlere Unternehmen.

Von den zwei neuen WLAN-Basen (Access Points) ist der CAP300 der schlichtere. Er arbeitet gemäß IEEE 802.11n ausschließlich im 2,4-GHz-Band. Bei 2-Stream-MIMO sind somit bis zu 300 MBit/s brutto erreichbar. Der LAN-Port arbeitet mit Fast-Ethernet (100 MBit/s). Per Multi-SSID strahlt der gerade mal 45 Euro teure CAP300 acht logisch getrennte Funknetze gleichzeitig aus. Zum Betrieb braucht die WLAN-Basis laut Hersteller etwa 5 Watt.

Der große Bruder CAP1750 kommt mit Dual-Band-WLAN nach 802.11n und 11ac. Er arbeitet mit 3-Stream-MIMO in beiden Bändern. Daraus ergibt sich eine Bruttodatenrate von maximal 450 MBit/s bei 2,4 GHz und 1300 MBit/s bei 5 GHz. Pro Funkmodul sind wiederum 8 SSIDs möglich. Das Gerät hat einen Gigabit-Ethernet-Port. TP-Link beziffert die Leistungsaufnahme mit 12 W. Aktuell liegt der Preis des CAP1750 bei gerade mal 115 Euro.

5-GHz-WLAN noch ohne DFS

Damit ist der CAP1750 zwar ein Sonderangebot, aber eines mit einem großen Manko: Der AP beherrscht im 5-GHz-Band noch kein DFS und darf deswegen ausschließlich auf Kanal 36 bis 48 arbeiten. Mehrere Exemplare im gleichen Gebäude müssen sich folglich denselben 80 MHz breiten 11ac-Funkkanal teilen und stören sich deshalb gegenseitig.

Beide APs können per Power-over-Ethernet nach IEEE 802.3af beziehungsweise 802.3at übers LAN-Kabel mit Energie versorgt werden. Alternativ nimmt man die mitgelieferten Steckernetzteile. Beide Access Points können die einzelnen Netze des Multi-SSID virtuellen LANs zuweisen. Außerdem beherrschen sie die Roamingbeschleuniger IEEE 802.11k/v und Bandsteering. Professionelle WLAN-Benutzerauthentifizierung mit WPA2-Enterprise (Radius/IEEE 802.1X) ist auch an Board.

Controller zum Niedrigpreis

Die ebenfalls neuen WLAN-Controller AC50 und AC500 steuern bis zu 50 beziehungsweise 500 Access Points, sodass man Konfigurationsänderungen zentral erledigen kann und nicht jedes Gerät einzeln anfassen muss. Außerdem bieten sie eine Portalauthentifizierung für WLAN-Nutzer, die gegen eine Datenbank auf dem Controller oder gegen einen externen RADIUS-Server erfolgen kann. Laut TP-Link helfen die Controller auch beim Bandsteering. Die Netzwerkeinbindung erfolgt über jeweils fünf Ethernet-Ports (Fast Ethernet beim AC50, Gigabit-Ethernet beim 500er-Modell). Der AC500 hat dem AC50 eine Hot-Standby-Funktion voraus: Zwei Controller können sich gegenseitig überwachen, sodass das eine beim Ausfall des anderen nahtlos die WLAN-Verwaltung übernimmt. Der AC50 ist für rund 55 Euro zu haben, der AC500 kostet aktuell 200 Euro. (amo)

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