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SQL Server 2017 im Test: Linux mit an Bord

Moritz Rosenfeld on November 27, 2017 - 10:58 pm in OSS

Mit dem SQL Server 2017 stellt Microsoft eine weitere Anwendung für Unternehmen erstmals unter Linux zur Verfügung. Lohnt sich das Upgrade jedoch auch für den Windows-Administrator?

Lediglich ein gutes Jahr nach Erscheinen des Vorgängers hat Microsoft seinen SQL Server 2017 veröffentlicht. In der aktuellen iX wirft Holger Schwichtenberg ein Auge auf die vielen Neuerungen – denn für einige Unternehmen dürfte sich das Upgrade lohnen.

Zentrale Neuerung ist die Unterstützung von Linux: Microsofts Engagement für das freie Betriebssystem ist an sich nichts Neues und nun gesellt sich auch der SQL Server in die Riege der portierten Anwendungen. Dabei haben die Entwickler überraschend viele Funktionen der Windows-Version übernommen, letzterer entspricht der Umfang dennoch nicht. Das grafische Verwaltungswerkzeug SQL Server Management Studio gibt es aber weiterhin nur für Windows, es verwaltet jedoch auch die Linux-Version der Datenbank.

SQL-Server auch per Docker-Container

Neben Paketen für RHEL, SLES und Ubuntu kann der Nutzer den aktuellen SQL Server auch per Docker-Container beziehen. Das ist auch für Windows eine Option: Der zeitliche Aufwand sinkt im Vergleich zur klassischen Installation enorm. Bei der Lizenzierung gibt sich Microsoft geradlinig, die Editionen entsprechen der Vorgängerversion und der Kunde kann nach Belieben zwischen Linux und Microsoft wechseln.

Eine weitere Änderung betrifft die im Vorgänger eingeführten temporalen Tabellen. Sie kann der Administrator nun mit einer Aufbewahrungsdauer versehen, damit das Unternehmen zum Beispiel bestimmte Daten eines Kunden maximal eine beliebige Anzahl Tage, Wochen, Monate oder Jahre aufbewahrt. Zwischen Versionen kann der SQL Server 2017 hier allerdings nicht unterscheiden.

Ferner führt SQL Server 2017 zwei neue Tabellentypen – Node und Edge – ein und erweitert T-SQL um einige Komfortfunktionen. Sie und alle weiteren Neuerungen können Interessierte detailliert im Artikel nachvollziehen.

Siehe dazu auch:

  • Grenzüberschreitung: SQL Server 2017 für Windows und Linux, iX 12/2017, S. 68.

(fo)

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