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Smart Home: openHAB 2 bringt übersichtlichere User Interfaces

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Gerfried Steube an Januar 24, 2017 - 9:30 am in Software-Entwicklung

Außer neuen Schnittstellen zum Erstellen von Regeln und Verwalten von Geräten gibt es ein selbstkonfigurierendes System für Rapsberry Pi. Insgesamt verfügt openHAB 2.0 über 130 Bindings für diverse Endgeräte und Protokolle.

Die Macher von openHAB haben nach einigen Beta-Releases im Vorjahr nun die fertige Version 2.0 des Softwarepakets veröffentlicht, mit dem unterschiedliche Komponenten im Smart Home verbunden werden. Das grundlegende Framework bildet die Basis von Eclipse Smart Home. openHAB wird seit 2016 von der Non-Profit-Organisation openHAB Foundation entwickelt, der Nachfolgeorganisation der openHAB UG.

Die Entwicklung der zweiten Hauptversion begann bereits 2014 und zielte vor allem auf übersichtlichere User Interfaces und einer Optimierung für Embedded Devices. Letzteres ist laut dem Blog des Vorsitzenden der openHAB Foundation, Kai Kreuzer, inzwischen weitgehend hinfällig, da die aktuelle Generation der Kleinstcomputer wie Rasperry Pi 2 und 3 sowie Pine64 inzwischen deutlich leistungsfähigere CPUs haben als der erste Raspi. Selbst in größeren Installationen soll openHAB 2 sehr ordentlich auf diesen Geräten laufen. Für gewerbliche Plattformen mit schwächerer Hardware verweist Kai Kreuzer auf spezielle Implementierungen auf der Basis von Eclipse Smart Home wie Qivicon von der Deutschen Telekom.

Neue Bindings und emulierte Hue-Bridge

openHAB 2 hat nun insgesamt 130 Bindings für unterschiedliche Endgeräte, Protokolle beziehungsweise spezifische Technologien. Knapp die Hälfte verwendet bereits die 2.0-APIs inklusive einer grafischen Konfiguration und einer Discovery-Funktion. Neu sind unter anderem Bindings für Minecraft, Miele@home und Tesla. Einige nicht durch eigene Bindings unterstützte Systeme lassen sich durch Erweiterungen anbinden, beispielsweise Amazon Echo über den Emulator einer Philips-Hue-Bridge.

Großes Augenmerk haben die Macher auf die Verbesserung der Nutzerschnittstellen gelegt. Neu sind Installationspakete mit gebräuchlichen Funktionen für unterschiedliche Anwendertypen. Außerdem enthalten die Bindings eine Discovery-Funktion, mit der die Software das Netzwerk nach passenden Geräten scannt und dem Nutzer anzeigt.

Kai Kreuzer
Die Macher haben die Nutzerschnittstellen überarbeitet und neue hinzugefügt. Vergrößern
Bild: Kai Kreuzer

Regeln und Dashboards

Die neue Rule Engine ermöglicht das Erstellen von Regeln mit einer grafischen Oberfläche, die an IFTTT (If This Then That) angelehnt ist, aber lokal ohne Cloud-Anbindung arbeitet. Ebenfalls neu ist das HABPanel, mit dem sich flexible Dashboards für Tablets erstellen lassen. Trotz der Fokussierung auf grafische Oberflächen ist die bisherige textuelle Konfiguration weiterhin möglich, sodass sich vorhandene openHAB-1-Anwendungen ohne größere Änderungen weiter verwenden lassen sollen. Add-ons für Version 1.9 sollten dank einer Kompatibilitätsschicht auch in openHAB 2 funktionieren.

Die vorhandenen Nutzerschnittstellen haben die Macher zum Teil ausgetauscht oder umfassend überarbeitet. So löst das Basic UI das bisherige Classic UI ab, und die Administrationsschnittstelle HABmin ist vom externen Projekt zum integrierten Teil von openHAB geworden. Neu ist zudem der native Windows-10-Client.

Weitere Details finden sich im Blogbeitrag, der auch unterschiedliche Distributionen auflistet. Unter anderem gibt es mit openHABian ein selbstkonfigurierendes Paket für den Raspberry Pi, das auf einem Linux-System neben Java und openHAB erweiterte Packages wie Mosquitto oder Homegear einrichtet. (rme)

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