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Sicherheitsbehörde: Zitis soll von München aus Whatsapp knacken

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Moritz Rosenfeld an Januar 22, 2017 - 10:10 pm in Security

Die umstrittene Behörde zur Entschlüsselung verschlüsselter Online-Kommunikation Zitis wird ihren Sitz offenbar in München haben, wie die Deutsche Presseagentur (dpa) meldet. Dies habe Bundesinnenminister Thomas de Maizière beschlossen. Zitis steht für „Zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich“ und soll selbst keine Polizei- oder Geheimdienstaufgaben übernehmen, sondern vielmehr als Dienstleister für die Strafverfolgungsbehörden dienen.

Wichtigstes Ziel ist die Entschlüsselung von Online-Kommunikation, die über verschlüsselte Dienste wie Whatsapp und andere Messenger abgewickelt wird. Bis zum Jahr 2022 sollen insgesamt 400 Stellen besetzt werden. Derzeit suchen viele Bundesbehörden technisches Personal, was aufgrund der im Vergleich zur IT-Branche geringeren Löhne und Gehälter oft schwerfällt.

Bayerisches Wirtschaftsministerium freut sich auf neue Behörde

„Dass Zitis nach München kommt, ist eine gute Nachricht“, sagte die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU). „Zitis ist in Bayern gut aufgehoben, weil wir bereits erhebliche Kompetenzen in dem Bereich der Informationstechnik und IT-Sicherheit aufweisen.“ Tatsächlich ist München Standort zahlreicher Unternehmen, die Staatstrojaner und andere Überwachungslösungen herstellen.

In der Anfangsausstattung sollen zunächst rund 60 Mitarbeiter für Zitis arbeiten. Die Behörde wurde auch vor dem Hintergrund des Streits zwischen Apple und dem FBI um das verschlüsselte iPhone eines Attentäters erdacht.

Innenminister de Maizière macht zuweilen widersprüchliche Angaben zum Thema Verschlüsselung. Kritiker sehen in de Maizières Ankündigung, Deutschland solle „Verschlüsselungs-Standort Nr. 1 auf der Welt“ werden, einen Widerspruch zur Gründung der Behörde.

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