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Sicherheit: Tails 2.11 und 3.0 Beta2 freigegeben

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Gerfried Steube an März 10, 2017 - 1:10 pm in OSS

Tails, dessen Name für „The Amnesic Incognito Live System“ steht, ist eine Livedistribution, die durch Anonymisierung anstrebt, die Privatsphäre seiner Anwender zu schützen. Dazu wird sämtlicher Verkehr von und nach außen über verschiedene Knoten des Tor-Netzwerks geleitet. Knapp zwei Monate nach der letzten Veröffentlichung liegt nun Tails 2.11 vor. Der Kernel wurde auf Version 4.8.15 angehoben, der aktualisierte Tor Browser 6.5.1 schließt einige Sicherheitslücken, so etwa auch eine mögliche lokale Ausweitung der Root-Privilegien, die als CVE-2017-6074 katalogisiert ist. Dazu wurde das DCCP-Modul im Kernel deaktiviert.


Tails 2.11 läuft letztmalig auf 32-Bit

Tails 2.11 weist die Anwender in zwei Benachrichtigungen auf anstehende Veränderungen für den dritten Veröffentlichungszyklus hin. Tails wird mit der Veröffentlichung von Tails 3.0, das am 13. Juni 2017 erwartet wird, nicht mehr auf Rechnern laufen, die ausschließlich 32-Bit verwenden. Wie einige andere Distributionen stellt Tails die Unterstützung für die in die Jahre gekommene 32-Bit-Plattform ein, weil nur noch ein geringer Prozentsatz der Anwender diese Plattform verwendet und der Arbeitsaufwand den Nutzen übersteigt.

Eine weitere Änderung betrifft das Anonymisierungsnetzwerk I2P. Auch hier wird die Unterstützung mit Tails 3.0 enden. Die Entwickler geben in den Release Notes zu 2.11 an, es fehle an Entwicklerzeit, um I2P angemessen zu pflegen. Darauf weist auch die bereits ein Jahr alte Version I2P 0.9.25 hin, die mit Tails 2.11 ausgeliefert wird.

Tails 3.0 setzt auf Debian GNU/Linux 9 Stretch

Tails 3.0 nutzt in der vorliegenden zweiten Betaversion den derzeitigen Entwicklungsstand von Debian 9 sowie Kernel 4.9, der das Attribut LTS trägt und offiziell für zwei Jahre unterstützt wird. Die stabile Veröffentlichung von Debian 9 Stretch als Basis für Tails 3.0 wird für die kommenden Monate erwartet. Im Gegensatz zu bisherigen Versionen erlaubt Tails 3.0 das Starten von grafisch unterstützten Anwendungen im Root-Terminal. Zudem wurde der Stil der Fensterliste der Gnome-Shell verbessert. Weitere Details zu den Änderungen finden sich im Changelog.

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