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Remacs: Rust-Basis für Editor Emacs vorgestellt

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Heinrich Voigts an Februar 7, 2017 - 5:23 pm in Internet

Der freie Editor des GNU-Projekts, Emacs, interpretiert die Sprache Lisp und lässt sich darüber erweitern. Zwar sind auch viele Funktionen des Editors in dem Emacs-eigenen Lisp-Dialekt Elisp geschrieben, der Kern des Lisp-Interpreters selbst besteht allerdings nach wie vor aus C-Code. Ein neues Projekt namens Remacs will das ändern und spendiert Emacs eine Rust-Grundlage.

Für den Entwickler Wilfred Hughes liegen die Gründe für die Portierung von C auf Rust klar auf der Hand, wie er in seinem Blog ausführt. Dank Rust könne Emacs vom Crate-Ökosystem der Sprache profitieren, das heißt von Paketen, die die Community für die Sprache erstellt hat. Ebenso müssten bei der Portierung keine veralteten Compiler und Plattformen mehr unterstützt werden wie etwa MS-DOS.

Mit Hilfe von Rust könnten außerdem Docstrings und Unit-Tests auch für solche Kernfunktionen ergänzt werden, zu denen Elisp selbst keinen Zugang hat. Nicht zuletzt mache so ein Portierungsprojekt schlicht Spaß und die Entwickler könnten Rust besser kennenlernen.

An dem Projekt Interessierte hätten dabei je nach Ambition die Möglichkeit, wahlweise riesige Teilbereiche wie die komplette Regular-Expression-Engine oder einfach nur einzelne Elisp-Funktionen oder kleine C-Funktionen auf Rust zu portieren. Einer der Vorteile von Rust ist die einfache Integration von C-Code, so dass einzelne Funktionen Stück für Stück ersetzt werden könnten. Entwickler Hughes macht in seinem Blogpost auch einige Vorschläge, welche Komponenten sich problemlos ändern lassen sollten, verlinkt ein Tutorial hierzu ebenso wie offene Bugs des Projekts. Remacs basiert auf der noch nicht veröffentlichten Emacs-Version 25.2, der Code zum Projekt steht auf Github.

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