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Prozessoren und LTE-Modems: Qualcomm startet begrenztes Bug-Bounty-Programm

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Gerfried Steube an November 22, 2016 - 5:00 am in OSS

Der Chiphersteller Qualcomm hat in Zusammenarbeit mit Hacker One ein Bug-Bounty-Programm angekündigt. Sicherheitsforscher sollen bis zu 15.000 US-Dollar bekommen, wenn sie Schwachstellen an das Unternehmen melden. Die Schwachstellen können sowohl in SoCs als auch in Modems des Herstellers gesucht werden.

Bei den SoCs werden die Snapdragon-Prozessoren mit den Versionsnummern 400, 615, 801, 805 808, 810, 820 und 821 unterstützt, bei den Modems kann in den Modellen X5, X7, X12 und X16 nach Problemen gesucht werden. Die gefundenen Schwachstellen müssen Angreifer in die Lage versetzen, Code auszuführen – einfache Bugs reichen also nicht aus. Kritische Lücken im Modem bringen bis zu 15.000 US-Dollar, kritische Probleme im Bootloader 9.000 US-Dollar.

Softwareseitig werden die Firmware von WLAN und Bluetooth-Geräten, von Qualcomm entwickelte Programme mit privilegiertem Zugang im Userspace und Qualcomms Secure Execution Environment (QSEE) oder die Trustzone berücksichtigt.

Weite Verbreitung der Prozessoren

Die Snapdragon-Prozessoren haben eine enorm weite Verbreitung bei aktuellen Smartphones. Schaut man sich Googles Security Bulletins für Android aus den vergangenen Monaten an, werden regelmäßig Schwachstellen in den Qualcomm-Treibern gefunden. Besonders prominent wurden Schwachstellen in Qualcomm-Komponenten bei den Quadrooter-Sicherheitslücken. Damals waren rund 900 Millionen Geräte betroffen.

Eine relevante Einschränkung des Programms betrifft die verwendeten Kernel-Versionen, unterstützt werden nur Versionen ab 3.14. In der Redaktion fanden wir auf Anhieb mehrere nicht sonderlich alte Android-Geräte, die zwar einen der unterstützen Prozessoren nutzen, aber mit Kernel-Versionen vor 3.14 laufen und somit außerhalb des Programms liegen würden.

Ein Hintergrund zu Hacker One findet sich in diesem Artikel.

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