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Projekt Quantum: GPU-Prozess kann Firefox schneller und sicherer machen

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Gerfried Steube on January 18, 2017 - 9:50 am in OSS

Die nächste große Veränderung des Firefox-Browsers bezeichnet Hersteller Mozilla als Projekt Quantum. Das baut wiederum auf den mehr oder weniger abgeschlossenen Umbauarbeiten für die Multiprozessarchitektur Electrolysis auf. Verfolgt wird bei Quantum unter anderem das Ziel, viele Funktionen auf die GPU auszulagern. Erste Tests mit einer vergleichsweise kleinen Nutzergruppe der Nightly-Versionen des Firefox zeigt, dass der Ansatz sehr vielversprechend ist.

So berichtet der Mozilla-Angestellte Anthony Hughes, dass in dem Experiment ein eigenständiger Firefox-Prozess genutzt werde, der für Funktionen vorgesehen sei, die auf der GPU ausgeführt werden sollen. Im Vergleich zu einer Kontrollgruppe, bei der dieser GPU-Prozess nicht aktiviert gewesen sei, sei die Absturzrate des Browsers mit dem aktivierten GPU-Prozess um 4 Prozent geringer ausgefallen.

Interessante Details

Das allein mag nicht besonders viel erscheinen, wirklich interessant sind jedoch einige Details der Ergebnisse. So sei die Rate der Browserabstürze, die auf GPU-Treiberabstürze zurückzuführen sind, um 45 Prozent geringer als in der Vergleichsgruppe, was das Team so ähnlich auch erwartet habe. Immerhin wird für die GPU-Operationen ein eigener Prozess genutzt. Stürzt dieser ab, läuft der Browser idealerweise unabhängig davon weiter.

Verringert werden konnten mit Hilfe des GPU-Prozesses auch spezifische Absturzursachen, die in Verbindung mit Adobe Flash stehen. Allerdings schreibt Hughes, dass die Absturzrate für Plugins mit aktiviertem GPU-Prozess rund 5 Prozent höher liege als in der Vergleichsgruppe. Je nach untersuchten Teilbereichen muss das Team bis zu einem stabilen Einsatz also wohl noch deutlich nacharbeiten. Dennoch gibt sich sich Hughes schon sehr optimistisch: “Auf lange Sicht glaube ich, dass dies das Potenzial hat, Firefox viel stabiler und schneller zu machen als bisherige Firefox-Versionen sowie potenziell auch im Vergleich zum Wettbewerb”.

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