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Project Zero: NTFS-Treiber ermöglicht Linux-Rootzugriff

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Moritz Rosenfeld an Februar 13, 2017 - 5:45 pm in Security

Jann Horn von Googles Project-Zero-Team hat eine Sicherheitslücke in einigen Linux-Distributionen entdeckt, die es vergleichsweise einfach ermöglicht, Code mit Root-Rechten auf den betroffenen Systemen auszuführen. Der Grund für die Lücke (CVE-2017-0358) ist eine Fehlkonfiguration von NTFS-3g, einem Linux-Userspace-Treiber für das Windows-Dateisystem NTFS, der das Kernel-Modul Fuse (Filesystem in Userspace) benutzt.

Der Beschreibung von Horn zufolge sind der Treiber in Debian und Ubuntu standardmäßig installiert, das dazugehörige Programm verwendet das Setuid-Bit für den Root-Nutzer. Wird die Anwendung allerdings unter Systemen gestartet, in denen das Fuse-Modul nicht geladen ist, versucht NTFS-3g dieses per Modprobe nachzuladen. Angreifer könnten hierbei weitere Optionen an Modprobe leiten und so eigene Kernel-Module nachladen.

Auch wenn – wie bei den betroffenen Systemen üblich – das Fuse-Modul bereits geladen ist, könne über das Verursachen eines weiteren Fehlers das Ausführen von Modprobe dennoch wie beschrieben erzwungen werden. Horn stellt Beispielcode bereit, um den Fehler auszunutzen. Darüber hinaus steht weiterer Code bereit, der es ermöglichen soll, den Fehler für einen lokalen Rootzugriff zu nutzen.

Patches, die den Fehler beheben, stehen für Debian und Ubuntu zur Verfügung und sind bereits verteilt worden. Die verschiedenen Community- und Enterprise-Distributionen von Suse sind nicht von dem Problem betroffen. Letzteres gilt auch für Fedora, der Patch wird trotzdem direkt in die Distribution übernommen, um auch jene Nutzer zu schützen, die die Setuid-Änderung selbst vornehmen.

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