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Programmier-Apps für iPhone und iPad dürfen erstmals Code importieren

Gerfried Steube on June 21, 2017 - 4:48 pm in Software-Entwicklung

Apple hat den Download von ausführbarem Code in iOS-Apps bisher strikt verboten, entsprechend eingeschränkt blieben Entwickler-Tools und Entwicklungsumgebungen für iPhone und iPad. Dies ändert sich nun.

Apple hat erste Updates von Programmier-Apps für iPhone und iPad zugelassen, die das Importieren von Quelltext ermöglichen – eine bis vor kurzem noch strikt untersagte Funktion. Zur Entwicklerkonferenz WWDC hat der iPhone-Konzern das App-Store-Regelwerk jedoch leise überarbeitet und erlaubt nun erstmals – in einem eng gesteckten Rahmen – das Nachladen von Code in Programmier- und Testumgebungen sowie Lern-Apps.

Entwickler hofft seit sechs Jahren auf Code-Sharing

Er habe seit sechs Jahren versucht, Code-Sharing in der eigenen iPad-App zu unterstützen, erklärt einer der Codea-Entwickler auf Twitter und zeigt sich entsprechend erfreut über Apples geänderte Richtlinien.

Die Lua-basierte Programmierumgebung kann mit dem jüngsten Update nun Codea-Projekte aus Zip-Archive und im .codea-Format importieren – sowie auf dem iPad erstellte Projekte auch teilen, auch das Exportieren als Xcode-Projekt ist möglich. Das sei erst der Anfang, so der Entwickler. Codea soll künftig zudem Git-Integration, ein Web-basiertes Teilen von Code sowie – mit iOS 11 – Drag & Drop für Quelltext unterstützen.

Apple erlaubt das Code-Nachladen nur in eng gestecktem Rahmen

Auch die PHP-Entwicklungsumgebung DraftCode unterstützt jetzt das Importieren von Code, über den Dokumentenwähler lässt sich Quelltext etwa aus Cloud-Diensten wie iCloud Drive oder Dropbox importieren – aus anderen Apps kann der Code durch den “Öffnen in”-Dialog in DraftCode importiert werden.

Apps, die zum “lehren, schreiben oder testen von ausführbarem Code gedacht sind” dürfen nun “unter bestimmten Umständen” Code herunterladen, der aber nicht “für andere Zwecke zum Einsatz kommen darf”, betont Apple in den Entwickler-Richtlinien für die Zulassung zum App Store. Derartige Apps müssen den Quelltext zudem für den Nutzer zur Einsicht und Bearbeitung zugänglich machen, so der iPhone-Hersteller – für alle anderen Apps gilt weiterhin das Verbot, Code nachzuladen. (lbe)

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