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Perspective: Google hilft, Forentrolle zu erkennen

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Heinrich Voigts an Februar 24, 2017 - 6:33 am in Internet

Der neue Google-Service Perspective bietet eine API, mit der insbesondere Nachrichtenwebseiten die Kommentare von Lesern auf ihre „Giftigkeit“ prüfen können. Google versteht unter giftigen Kommentaren (toxic comments) Nutzerkommentare, welche die Diskussionen stören sollen und andere Nutzer beleidigen oder mobben. Die API liefert für einen übermittelten Kommentar den Punktwert der Giftigkeit. Die Interpretation des Punktwertes und die daraus folgenden Maßnahmen überlässt der Service den Webseitenbetreibern. Geld verlangt Google für die Nutzung von Perspective nicht.

In den vergangenen Jahren haben immer mehr Webseiten, insbesondere Nachrichtenseiten, die Kommentarfunktion zeitlich beschränkt, teilweise deaktiviert oder vollständig abgeschaltet. Google will diesem Trend mit seinem Service entgegenwirken und Webseitenbetreiber animieren, wieder mehr Nutzerinhalte zuzulassen.

Maschinen lernen Forentrolle kennen

Die Erkennung setzt auf durch Maschinenlernen erzeugte Modelle, dabei kommt die Tensorflow-Bibliothek zum Einsatz. Zum Lernen und Testen dienten unter anderem Onlinekommentare der New York Times, die von Moderatoren manuell als giftig markiert wurden. Vorerst unterstützt der Service nur Englisch. Weitere Sprachen sollen folgen, wenn genügend Daten durch weitere kooperierende Webseiten zusammengekommen sind. Einen konkreten Zeitplan für zusätzliche Sprachen wollte Google nicht nennen.

Um die Modelle zu verbessern, stellt Google Feedback-Mechanismen bereit. Die Webseitenbetreiber dürfen selbst entscheiden, ob die übermittelten Kommentare von Google für weitere Modellverbesserungen dauerhaft gespeichert werden dürfen oder nicht.

Perspective entstammt dem Technik-Inkubator Jigsaw. Das Unternehmen soll technische Lösungen für globale Probleme finden. Ursprünglich hieß es Google Ideas.

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