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Overwatch und World of Warcraft: Blizzard will 8,6 Millionen US-Dollar für “Buddy”

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Moritz Rosenfeld on March 16, 2017 - 1:50 pm in Security

Seit 2011 gibt es zwischen Blizzard und dem Zwickauer Unternehmen Bossland einen Rechtsstreit nach dem anderen – teils auf höchsten Instanzen. Nun steht erneut eine größere Entscheidung an: Am 10. April 2017 soll ein Gericht in Kalifornien Blizzard rund 8,6 Millionen US-Dollar an Schadensersatz zusprechen. Die Wahrscheinlichkeit, dass das passiert, ist wohl recht hoch – unter anderem, weil Bossland sich offenbar seit einigen Monaten nicht mehr meldet und sich bei dem Verfahren nicht verteidigt.


In dem Verfahren geht es – wie in mehr oder weniger allen Rechtsstreitigkeiten zuvor – um Cheatprogramme von Bossland. Diese tragen Namen wie Honorbuddy, Demonbuddy oder Stormbuddy und erlauben es den Nutzern in Overwatch oder World of Warcraft, etwa durch Skripte, besonders schnell und einfach an Erfahrungspunkte oder Gold zu kommen.

Blizzard ist der Auffassung, dass das andere Spieler abgeschreckt habe und diese deshalb auf ein Abo oder einen Kauf verzichtet hätten. Die Verwendung der Cheatprogramme verstoße unter anderem gegen die Nutzungsbedingungen und gegen den Digital Millennium Copyright Act (DMCA). Deshalb möchte Blizzard nun Schadensersatz in Höhe von rund 8,6 Millionen US-Dollar.

In der von Torrentfreak.com veröffentlichten Klageschrift (PDF) betont Blizzard, dass diese Summe sehr niedrig angesetzt sei und dass es nicht darum gehe, Bossland hart zu bestrafen, sondern dass es tatsächlich nur darum gehe, einen eigentlich viel höheren Schaden zumindest im Ansatz auszugleichen und die Sache grundsätzlich zu klären.

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