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OpenBSD 6.1: Unterstützung für ARM64, Aus für 32-Bit-SPARC

Moritz Rosenfeld on April 12, 2017 - 3:58 pm in OSS

Mit der neuen Version 6.1 ändert das OpenBSD-Projekt einiges bei der unterstützten Hardware des Unix-Derivats. Während viel Arbeit in ARM-Systeme geflossen ist, gehört die 32-Bit-SPARC-Architektur nun der Vergangenheit an.

In der Version 6.1 des Unix-Derivats OpenBSD finden sich einige Neuerungen. Hiervon betreffen mehrere die unterstützte Hardware: So lässt sich das Betriebssystem erstmals mit der ARM-Architektur AArch64 verwenden. Dabei läuft die Software bisher auf dem Raspberry Pi 3, Pine64 und AMDs Opteron A1100. Als Compiler kommt LLVMs Clang zum Einsatz. Auf der Projektseite finden Interessierte Details zum Aufsetzen des Systems.

Auch in die ARMv7-Unterstützung haben die Entwickler Arbeit gesteckt. Laut der Ankündigung des Release hat das Projekt die Liste der unterstützten Hardware erweitert. Außerdem erfolgt mit der neuen Version der Wechsel zum EABI, wobei es sich um das Embedded ABI, beziehungsweise eine Sammlung von ABIs handelt. Diese Binärschnittstellen sind für die Kommunikation zwischen unterschiedlicher Software wie dem Betriebssystem oder Bibliotheken auf Maschinenebene zuständig.

Künftig ohne 32-Bit-SPARC und Zaurus-PDAs

Ferner läuft OpenBSD nun auf Systemen mit einer Loongson-3A-CPU und einem RS780E-Chipsatz. Bei dem Prozessor handelt es sich um eine MIPS64-kompatible Architektur. Entfernt haben die Entwickler hingegen die Unterstützung von zaurus, wobei es sich um eine PDA-Serie aus dem Hause Sharp handelte, und armish, welches für diverse ARM-basierte Geräte gedacht war. Außerdem ist sparc weggefallen, wobei es sich um die 32-Bit-Prozessoren handelt. Oracles und Fujitsus aktuelle CPUs finden sich wie gehabt unter sparc64.

Hinzu kommen viele Änderungen bei den Treibern und einige Arbeit bei der Unterstützung von virtuellen Maschinen. Unter anderem sind vmm (Virtual Machine Monitor) und vmd (Virtual Machine Daemon) nun standardmäßig aktiviert. Die Software setzt einen amd64– oder i386-Host voraus. Auch können Nutzer nun Linux als Gast-VM betreiben.

Weitere Arbeit ist in den Netzwerkstack, insbesondere fürs 802.11-WLAN, und in die vielen Funktionen zur Sicherheit des Betriebssystems geflossen. Zudem hat das Projekt viele Pakete wie OpenSSH oder LibreSSL aktualisiert. Als Open-Source-Software bevorzugt OpenBSD die ISC-Lizenz, die eine modifizierte BSD-Lizenz darstellt. (fo)

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