Studie: Cloud Computing lässt den CIO die Rolle des CEOs anstreben

27.10.2011

CA Technologies gibt die Ergebnisse seiner neuen globalen Studie mit dem Titel „The Future Role of the CIO – Becoming the Boss“ bekannt. Dafür befragte das Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne im Auftrag von CA Technologies weltweit 685 Chief Information Officers (CIO). Der Report zeigt auf, in welchem Maße Cloud Computing die Sicht von CIOs auf sich und ihre Rolle im Unternehmen verändert. Von den befragten deutschen CIOs sind sich 53 Prozent einig, dass ihnen Cloud Computing mehr Zeit einräumt, um an der Unternehmensstrategie und an Innovationen mitzuwirken. Je mehr sich der strategische Fokus eines CIO verstärkt, desto wahrscheinlicher ist theoretisch auch der Rollenwechsel vom CIO zum CEO (Chief Executive Officer). Tatsächlich sind jedoch weltweit nur 4 Prozent der CEOs ehemalige CIOs.* Dies verdeutlicht, wie hoch die Hürden für eine solche Karriere sind.

Die von CA Technologies beauftragte Studie zur zukünftigen Rolle des CIO 2011 macht klar, dass diejenigen CIOs, die Cloud Computing einsetzen, mehr Karriere-Ambitionen haben als CIOs, die darauf verzichten. Das zeigt gleichzeitig, dass viele CIOs ihre Entwicklung eher als einen Weg betrachten, der in mehrere universelle Rollen führt. Denn fast die Hälfte der CIOs, die mit der Cloud-Technologie arbeiten, sehen ihre Position als Sprungbrett für andere Management-Positionen. Dieser Ansicht sind lediglich 14 Prozent der CIOs, die nicht auf die Cloud-Technologie setzen. „Wir wissen, dass Cloud Computing ‚revolutionär‘ in Bezug darauf ist, was es alles für das Business bewirken kann, gleichzeitig bringt es aber auch einen neuen Typus eines `Technologieführers´ hervor. Dabei handelt es sich um eine Führungskraft, die deutlich die Vorteile der Migration in die Cloud für das Unternehmen erkennt und davon überzeugt ist, dass die Technologie ein Unternehmen künftig zum Marktführer machen kann“, sagt Manfred Eierle, Vice President Area Sales D-A-CH bei CA Technologies.

Mehr als die Hälfte der befragten CIOs äußerte, dass sie sich in einer idealen Position befände, um die Karrierestufe zum CEO zu erklimmen. Als Grund dafür geben sie an, dass ihnen das Cloud Computing ermögliche, mehr Zeit für Innovationen und die Unternehmensstrategie aufzuwenden und die Unternehmenseffektivität voranzutreiben. Sie sind jedoch einer starken Konkurrenz ausgesetzt: 60 Prozent von ihnen geben an, dass sie zwar über die notwendigen Fähigkeiten für eine CEO-Position verfügen, aber andere Stelleninhaber größere Erfahrungen in den geforderten Kenntnissen vorweisen. Wie lässt sich also die Ambition vieler CIOs mit der Realität in Einklang bringen, in der aktuell nur 4 Prozent der gegenwärtigen CEOs ehemals eine CIO-Position inne hatten?* 29 Prozent der CEOs stiegen von der Position eines Chief Financial Officers auf und weitere 23 Prozent füllten kürzlich noch die Rolle eines Chief Operating Officers aus.

Laut der Studie betrachten heute immer noch 53 Prozent der CIOs ihre Rolle als eine technische. Das ist der Grund dafür, warum relativ wenige CIOs den Sprung in die CEO-Position schaffen. Ein Mangel an ‚digitaler Bildung‘ in der Führungsebene verstärkt das Problem. So gibt die Hälfte der CIOs an, dass die Führungsmannschaft ihres Unternehmens nur über mangelhafte Kenntnisse ‚digitaler Themen‘ verfügt und die Auswirkungen neuer Technologien nicht nachvollziehen kann. Weitere 47 Prozent der CIOs äußerten, dass die Unternehmensführung die Vorteile der IT für ihr Unternehmen nicht erschließen könnten. Das habe zur Folge, dass auf das Marktgeschehen nicht reagiert würde sowie Geschäftsmöglichkeiten verpasst würden.

„Heutzutage können sich CIOs, die das wahre Potenzial der IT von Grund auf kennen, über das rein technische Stellenprofil hinaus entwickeln“, unterstreicht Sarah Greensmith, Managing Director IT bei der britischen Personal-rekrutierungsfirma Hudson aus London. Sie ergänzt: „Tatsache ist, dass viele CIOs ein größeres strategisches Verständnis für die Herausforderungen und die Business-Möglichkeiten in ihrer Branche besitzen als ihnen zugetraut wird.“ Sarah Greensmith betont: „Hier gilt jedoch: Information ist Wissen und Wissen ist Macht.“

Von den CIOs, die in die Cloud wechseln, erkennen 81 Prozent, dass sie neue Fähigkeiten entwickeln müssen, um effektiv zu bleiben. Exakt die Hälfte (50 Prozent) erachtet zum Beispiel Fähigkeiten im kommerziellen Beschaffungswesen für wichtig. Zudem legen ‚Cloud-CIOs‘ im Gegensatz zu CIOs, die nicht auf die Cloud setzen, auf die Expertise in den Bereichen Service Performance, Verhandlungen und Vertrieb einen Schwerpunkt.

In diesem Kontext erläutert Greensmith: „Bei den CEO-Kompetenzen ist die Kommunikationsfähigkeit nach innen und außen essentiell. Auch das ist heute ein Bestandteil der CIO-Rolle. Diese Fähigkeit wird bei einer neuen Generation von CIOs entstehen, die sich ganz natürlich in Richtung CEO-Rolle entwickeln.“

Gegenwärtig ändert sich offenbar die Wahrnehmung in den Führungsetagen: 50 Prozent der CIOs gaben an, dass das C-Level-Management zunehmend die CIO-Rolle als wichtig für das Unternehmen erachtet.

„Die Umfrage belegt, dass Cloud Computing einen positiven Einfluss auf die Karriereambitionen moderner CIOs hat und eine Entwicklungsbasis für eine neue Generation von begabten Technologie-Leitern bildet. Diesen Trend oder das Potenzial dieser CIOs für die Unternehmensführung zu ignorieren, würde die Wettbewerbsfähigkeit und das Unternehmenswachstum einschränken“, unterstreicht Manfred Eierle.

Den gesamten Bericht „The Future Role of the CIO – Becoming the Boss“ können Sie unter diesem Link herunterladen: http://ow.ly/7avIh

Über die Untersuchungsmethode:

CA Technologies beauftragte das auf Technologie spezialisierte britische Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne mit der Befragung, auf der die Ergebnisse des Berichts beruhen. Vanson Bourne führte 685 Telefoninterviews im Sommer 2011 unter CIOs durch, die in Unternehmen mit 500 oder mehr Mitarbeitern tätig sind. Die Firmen stammen aus den Bereichen Telekommunikation, Einzelhandel, Finanzen und Fertigung. Jeweils 30 CIOs nahmen aus jedem der nachfolgenden Ländern bzw. Regionen teil: Deutschland, Österreich/Schweiz (zusammen), Frankreich, Benelux, UK (Vereinigtes Königreich), Italien, Spanien, Skandinavien/Finnland/Island, Israel, USA, Kanada, Australien, Indien, China, Hong Kong, Malaysia, Singapur, Korea, Taiwan sowie Thailand. Aus Portugal nahmen 15 CIOs teil.

*) In ausgewählten Unternehmen der Forbes Liste der 2000 weltgrößten öffentlichen Unternehmen (Stand April 2011) wurde der Karriereweg von 685 CEOs in 21 Ländern/Regionen und vier Branchen untersucht. Der Umsatz und die Mitarbeiterzahl (mindestens 500) wurden auf Basis von Quellen wie Business oder Reuters mit der aktuellen Position, den Auslandserfahrungen sowie den beruflichen Qualifikationen eines jeden CEOs identifiziert.

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