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MNT Reform: DIY-Laptop aus Berlin

Moritz Rosenfeld on November 18, 2017 - 10:36 pm in OSS

Ein Laptop zum Selbstzusammenbauen, -umbauen und -reparieren ist das Ziel von Lukas Hartmann. Der MNT Reform ist sein erster Prototyp. Open-Hardware-Fans dürften Teile der Hardware bekannt vorkommen.

Videos schneiden, Code kompilieren und im Internet surfen – das alles will Lukas Hartmann mit seinem transportierbaren DIY-Rechner machen, der trotzdem möglichst nur aus offener Hard- und Software bestehen soll. Mit dem MNT Reform gibt es jetzt einen ersten Prototyp des Laptops, der außerdem einfach zu verstehen, zusammen- und umzubauen sein soll.

Hardware-Ausstattung

Fans von Open-Hardware-Laptops dürfte das bekannt vorkommen: Andrew “bunnie” huang entwickelte vor einigen Jahren den Novena-Laptop aus ähnlicher Motivation heraus. Mit dem NXP i.MX6 QuadPlus steckt sogar das gleiche System-on-a-Chip (SoC) mit vier ARM-Cortex-A9-Kernen und Vivante GC2000 GPU im Rechner. Da der Sechskern-Nachfolger i.MX8 bald erscheinen soll, könnte dieser es noch in den fertigen Laptop schaffen.

Aktuell nutzt Hartmann das iMX6-TinyRex-Modul mit 4 GB RAM, dessen Entwickler bereits Hilfe beim Umstieg auf den i.MX8 zugesagt haben. So verfügt der Laptop über einen SATA-II-Anschluss, USB-2.0-Schnittstellen, einen HDMI-Ausgang und Mini-PCI-Express – mit dem i.MX8 wäre sogar USB-3.0 möglich.

Prototyp aus dem 3D-Drucker

Mit der Industriedesignerin Ana Dantas entwickelte Hartmann außerdem das Gehäuse mit Platz für ein eigenes Keyboard, Trackball und ein 10-Zoll-Display mit 1920 × 1200 Pixeln Auflösung. Bei einer Größe von 28 cm × 17,5 cm ist der Rechner derzeit noch 5,5 cm hoch und wiegt 1,5 kg inklusive 7,4-Volt-Modellbaubatterie mit 3000 mAh. Sie hält circa 2,5 Stunden, wobei Hartmann eine Laufzeit von 5 Stunden anpeilt. Durch modularen Aufbau sollen am Ende die Komponenten einfach ausgetauscht werden könenn.

Auf dem Rechner läuft erfolgreich Debian und Programme von der Officesuite LibreOffice über einige Bild- und Audiobearbeitungsprogramme bis hin zum Mediaplayer mplayer und den Browsern QupZilla und Chromium. Den Prototyp will Hartmann noch weiter überarbeiten und später die Konstruktionsdateien online stellen. Einzelne Teile und ein Kit des MNT Reform sollen außerdem in einem Shop erhältlich sein. (hch)

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