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Microsoft: OpenBSD kommt für die Azure-Cloud

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Gerfried Steube on June 9, 2017 - 4:24 pm in OSS

Microsoft erweitert seinen Cloud-Computing-Plattform Azure um weitere Funktionen, die Nutzern mehr aus der Unix-Betriebssystemfamilie BSD anbieten. Zum einen wurde dem Azure Marketplace eine virtuelle Maschine für FreeBSD Version 11 hinzugefügt, zum anderen hat das Unternehmen die Azure-Unterstützung für OpenBSD bekannt gegeben.


OpenBSD ist ein Betriebssystem auf Unix-Basis, das als besonders sicher gilt. Es wird kostenlos vertrieben und kann auch in binärer Form heruntergeladen werden. Microsoft kooperiert dazu mit dem in Deutschland ansässigen Hersteller von Software-Firewalls Esdenera.

Dieses Unternehmen baut seine Firewalllösungen, wie etwa das Produkt Firewall 3, auf Grundlage des OpenBSD-Betriebssystems. Aus der Kooperation zwischen Microsoft und Esdenera folgt auch, dass die Firewall 3, wie OpenBSD, im Azure Marketplace zur Verfügung steht.

Gleichzeitig ist im Azure Marketplace die Version 11 von FreeBSD als virtuelle Maschine erhältlich. Diese ergänzt die seit 2016 erhältliche Version 10.3.

Immer mehr Open Source wird Microsoft-kompatibel

Der Schritt, Betriebssysteme wie OpenBSD, FreeBSD und darauf laufende Anwendungen wie etwa Esdenaras Firewall 3 mit Microsofts Cloud-Infrastruktur Azure zu unterstützen, unterstreicht die Strategie des aktuellen Microsoft-CEOs Satya Nadella. Das Unternehmen sieht Open-Source-Projekte nicht mehr als Konkurrenz, sondern als nützliche Werkzeuge für die eigene Azure-Plattform.

OpenBSD könnte auch ein wichtiges Argument für die künftige Unterstützung von Microsoft Azure auf ARM-Prozessoren sein. Das Betriebssystem ist in der Lage, auf der vorwiegend im Bereich mobiler Endgeräte und spezialisierter Embedded-Hardware genutzten Architektur ausgeführt zu werden.

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