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Low Orbit Ion Cannon: Star-Trek-Ransomware tarnt sich als DDos-Tool

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Moritz Rosenfeld an März 18, 2017 - 1:55 am in Security

Eine neue Ransomware setzt offenbar auf die kriminelle Energie der potenziellen Opfer – sie verbreitet sich über eine spezielle Version des DDoS-Tools Low Orbit Ion Cannon, das in der Vergangenheit von Anonymous-Aktivisten genutzt wurde, um Webseiten anzugreifen. Bleeping Computer hat über die in Python entwickelte Software berichtet.

Die Kirk-Ransomware fordert von den Opfern eine Bezahlung in Monero und nicht in Bitcoin. Viele Opfer von Ransomware sind bereits mit dem Ankauf von Bitcoin überfordert, eine unbekanntere Kryptowährung wie Monero könnte dort zu größeren Problemen führen. Die deutsche Stadt Dettelbach musste bereits für den Ankauf von Bitcoin eine „Spezialfirma“ beauftragen, nachdem die Rechner der Verwaltung verschlüsselt worden waren.

Erpressungsbetrag steigt an

Der Erpressungsbetrag steigt mit der Zeit an. In den ersten Tagen müssen 50 Monero gezahlt werden, was rund 1000 Euro entspricht. Mit der Zeit wird der Betrag deutlich höher, nach 15 Tagen sollen bereits 500 Monero gezahlt werden. Zahlt ein Opfer auch nach 30 Tagen nicht, sollen die zur Entschlüsselung notwendigen Dateien „permanent“ gelöscht werden. Alle von der Ransomware angegriffenen Dateien werden mit der Endung .kirked versehen.

Zahlt das Opfer, kommt Spock zu Hilfe. Der Nutzer muss einen Nachweis über die Zahlung und die Datei mit dem per RSA-4096 verschlüsselten Entschlüsselungspasswort an kirk.help@scryptmail.com oder kirk.payments@scryptmail.com gesendet werden. Werden die Informationen verifiziert, bekommt das Opfer den Spock-Decryptor zugesendet.

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