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Linux-Distribution: OpenELEC 8.0 integriert Kodi 17

Moritz Rosenfeld on April 29, 2017 - 5:26 am in OSS

Die Multimedia-Distribution OpenELEC bringt in der neuen Version 8.0 das aktualisierte Mediacenter Kodi 17 mit. Außerdem gibt es erhebliche Änderungen bei den Grafiktreibern.

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Mit der aktuellen Version 8.0 erhält OpenELEC vor allem ein Update des Mediacenters Kodi auf Version 17.1 alias Krypton. Die bisherige Standardoberfläche “Confluence” wurde durch “Estuary” ersetzt, die aufgeräumter wirkt als ihr Vorgänger. Auch in OpenELEC 8.0 wurden wichtige Änderungen umgesetzt: Der Linux-Kernel wurde von Version 4.4 auf 4.9 aktualisiert. Statt Version 11.2 der Grafikbibliothek Mesa ist jetzt 17.0 vorhanden und die Xorg 1.18 wurde durch die Version 1.19 ersetzt.

Viele Versionssprünge

Auch bei den Treibern für Grafikkarten hat sich einiges geändert. So wurde der Nvidia-Legacy-Treiber auf Version 340 aktualisiert. Er funktioniert nicht mehr mit Nvidia-Grafikkarten, denen die VDPAU-Unterstützung fehlt. Zudem wurden Intels eigener X11-Treiber, der Radeon-Treiber und auch der AMDGPU-Treiber für Grafikchips von AMD entfernt. Als Ersatz dienen der generischen Modesetting-Treiber des X-Servers. Zudem fehlt in OpenELEC 8.0 die Unterstützung für Apples HFS- und HFS+-Dateisystem. Ferner wird iSCSI nicht länger unterstützt. Entfallen sind Linux Infrared Remote Control (LIRC) und der Treiber für die Fernbedienung des Apple TV (1. Generation).

Für den Klang sorgt jetzt Pulseaudio Version 10.0 statt 9.0. Ffmpeg erhielt einen Versionssprung von 2.8 auf 3.2. Die Datenbank MariaDB ersetzt MySQL. Außerdem wurden zahlreiche weitere Pakete aktualisiert, darunter Systemd und Binutils.

Die Entwickler raten bei diesem wesentlichen Versionssprung bei einem Update dazu, zunächst eine Sicherung sämtlicher persönlicher Daten zu machen. Für manuelle Updates auf OpenELEC 8.0 stehen die entsprechenden Tar-Archive zum Download auf der Webseite bereit. Dort gibt es ebenfalls Image-Dateien zur Neuinstallation. Unterstützt wird weiterhin die 64-Bit-Version für x86-Rechner, sämtliche Raspberry-Pi-Varianten sowie Freescales iMX6-Chip, die etwa in dem Minirechner Cubox-i oder auf dem Hummingboard verbaut werden. Außerdem gibt es spezielle Builds für die Set-Top-Boxen von WeTek. (dbe)

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