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Jetzt offiziell: MicroProfile-Projekt wandert zu Eclipse

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Gerfried Steube an Dezember 19, 2016 - 7:24 pm in Software-Entwicklung

Unklar ist allerdings noch, wie das Lizenzierungsmodell für die Untermenge von Java EE zur Entwicklung von Microservice-, Cloud- und Container-Anwendungen aussehen soll.

Was bisher kaum offiziellen Charakter hatte und vorrangig Teil einer Absichtserklärung während eines Vortrags auf der JavaOne war, nimmt nun konkrete Formen an. Die MicroProfiles werden ein Projekt der Eclipse Foundation. Mike Milinkovich, der der Open-Source-Organisation vorsteht, hat bekannt gegeben, dass der Eclipse-Vorstand das Projekt einstimmig angenommen habe.

Schwierig könnte sich allerdings gestalten, dass MicroProfile derzeit unter der Apache License 2.0 steht und einige gerne an ihr festhalten würden, was im Kontext der Foundation ein unübliches Szenario darstellt, wo sie mit der Eclipse Public License eine ähnliche Open-Source-Lizenz bereithält. Milinkovichs Vorschlag ist deswegen, das Projekt unter beiden Lizenzen laufen zu lassen, zumal die beiden weitgehend deckungsgleich sind. Doch wird eine Dual-License Policy von einigen als „Showstopper“ bezeichnet.

Wie kam es zu MicroProfile?

Unzufrieden mit der jüngeren Entwicklung angesichts der Inaktivität Oracles hatten sich im Frühsommer mehrere Unternehmen aus der Java-Szene wie Red Hat, IBM, Payara und Tomitribe zur Entwicklung der sogenannten MicroProfiles zusammengetan, einer mittlerweile offensichtlich mehr oder minder geduldeten Untermenge von Java EE zur Entwicklung von Microservice-, Cloud- und Container-Anwendungen. Im September wurde kurz vor der JavaOne dann die Version 1.0 des Projekts veröffentlicht.

Konkret unterstützt MicroProfile 1.0 die Java-Spezifikationen CDI (Contexts and Dependency Injection), JAX-RS (Java API for RESTful Web Services) und JSON-P (JavaScript Object Notation with Padding). Das Feature-Set von MicroProfile ist bewusst schlicht gehalten – eine hoffentlich größer werdende Community soll hier die Möglichkeit erhalten, den Fahrplan der künftigen Entwicklung mitzugestalten. Auch hieß es damals, dass man für MicroProfile organisatorisch eine unabhängige Heimat suche, die sich Punkten wie Geschäfts- und technischen Prozessen, aber auch etwaiger Governance- und Mitglieder-Richtlinien, rechtlichen und Marketing-Belangen sowie der Entwicklungsinfrastruktur annehmen soll. Mit der Eclipse Foundation scheint man nun den geeigneten Partner gefunden zu haben. (ane)

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