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Insider Build mit Powershell: Windows CMD.exe wird durch Open Source ersetzt

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Gerfried Steube an November 21, 2016 - 10:55 pm in OSS

Die bisher hauptsächlich für Admins gedachte Powershell in Windows haben wohl nur wenige Nutzer entdeckt. Falls diese mal auf eine Kommandozeile angewiesen sein sollten, ist die Eingabeaufforderung CMD.exe in den Windows-Menüs bevorzugt worden. Mit dem aktuellen Insider Build 14971 von Windows 10 ändert sich das Verhältnis der beiden Terminalanwendungen grundsätzlich und wird in das Gegenteil verkehrt: Die Powershell ersetzt CMD.exe.

Das gilt für die für Nutzer einfach aufzufindenden Menüs, um eine Kommandozeile zu starten. Also für die Eingabeaufforderung, die nach dem Drücken der Tastenkombination Windows + X erscheint, im Dateimenü des Explorers, sowie im Kontextmenü, das bei einem Rechtsklick im Explorer erscheint. Noch ist die CMD.exe aber nicht völlig verschwunden, denn das bisherige Verhalten kann über die Einstellungen der Taskbar wieder hergestellt werden.

Open Source für Windows-Profis

Microsoft begründet den Wechsel zur Powershell damit, sämtlichen Power-Usern von Windows das bestmögliche Erlebnis auf der Kommandozeile bieten zu wollen. Angesichts der Ressourcen, die Microsoft in die Entwicklung der Powershell steckt, ist die erhoffte weitere Verbreitung nachvollziehbar. So ist die Powershell seit wenigen Monaten als Open Source verfügbar und kann unter Linux und MacOS genutzt werden, wenn auch noch mit einigen Problemen. Ebenso arbeitet das Powershell-Team an einer Umsetzung von OpenSSH.

Dass Microsoft die wenig gepflegte und im Vergleich zur Powershell vor allem funktional stark eingeschränkte CMD.exe so gut wie abschafft, ist eigentlich längst überfällig. Möglich wird dies eben aber erst durch die seit einigen Jahren stattfindenden internen Veränderungen bei Microsoft, Windows und dazugehörige Werkzeuge mehr an den Bedürfnissen von Entwicklern und Admins auszurichten. Das Entwicklungsteam der Powershell versucht letzteres seit der Entstehung vor etwa zehn Jahren und scheint damit endlich Erfolg zu haben.

Der Wechsel zur Powershell wird wohl mit dem Creators Update von Windows 10 Anfang 2017 allen Nutzern bereitgestellt.

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