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Hyperloop Global Challenge: Hyperloop One stellt Trassenkonzepte für Europa vor

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Gerfried Steube on June 6, 2017 - 4:07 pm in OSS

Bekommt Deutschland doch noch eine Magnetschwebebahn? Das Land ist einer von mehreren Kandidaten, die das US-Unternehmen Hyperloop One als möglichen Standort für eine Trasse des von Elon Musk erdachten Transportmittels Europa ausgewählt hat.


Demnach könnte ein Hyperloop durch das Land entstehen, der die vier Millionenstädte sowie weitere Großstädte verbindet. Startpunkt wäre Hamburg. Von dort geht es nach Berlin und dann über Leipzig und Nürnberg nach München, dem südlichsten Punkt der Strecke. Von München führt die Trasse über Stuttgart und Frankfurt nach Köln und von dort wieder nach Hamburg.

Hyperloop könnte in knapp 2,5 Stunden durch Deutschland schweben

Die Trasse soll knapp 2.000 Kilometer lang sein und für den Personen- und den Gütertransport genutzt werden. Von Letzterem könnten beispielsweise der Hamburger Hafen sowie die Flughäfen in Frankfurt, Köln und München profitieren, um Güter schnell weiterzutransportieren. Eine Deutschlandrundfahrt im Hyperloop soll 142 Minuten dauern.

Ein wenn auch kürzerer Loop könnte auch in den Niederlanden entstehen. Er würde Amsterdam mit Rotterdam, Eindhoven, Den Bosch, Arnheim und Lelystad verbinden und von dort zurück nach Amsterdam führen. Diese Strecke wäre 428 Kilometer lang.

Großbritannien ist mit drei Konzepten dabei

Ein weiterer Kandidat ist Großbritannien. Für die Insel gibt es gleich drei Konzepte: Zwei starten in Glasgow und führen über Edinburgh nach Newcastle. Die kürzere der beiden Strecken führt über Leeds in die beiden alten Industriestädte Manchester und Liverpool. Diese Trasse ist 545 Kilometer lang.

Die mit 1.060 Kilometer doppelt so lange andere Trasse führt von Newcastle weiter über Nottingham und Cambridge nach London. In der Hauptstadt biegt sie nach Westen ab und verläuft über Oxford und Bristol bis nach Cardiff in Wales. Variante drei verbindet Edinburgh mit London. Zwischenstopps auf der 666 Kilometer langen Strecke wären Manchester und Birmingham.

Mit dem Hyperloop über Meerengen

Spanien ist mit einer 629 Kilometer langen Trasse von Madrid über Algeciras und die Meerenge von Gibraltar nach Tanger in Marokko im Rennen. Eine 451 Kilometer lange Strecke könnte die Mittelmeerinseln Korsika und Sardinien verbinden. Und noch ein Gewässer könnte gekreuzt werden: der Finnische Meerbusen. Eine 90 Kilometer lange Hyperloop-Röhre soll von Helsinki nach Tallinn gebaut werden. Der letzte Kandidat für eine Hyperloop-Strecke ist Polen: Eine 451 Kilometer lange Strecke soll von der Hauptstadt Warschau über Skierniewice, Lodz, Sieradz und Oels nach Breslau führen.

Diese neun Konzepte, die Hyperloop One am Dienstag in Amsterdam präsentierte, sind für das Halbfinale der Global Challenge qualifiziert. Das war ein Wettbewerb, den Hyperloop One im vergangenen Jahr ausgerufen hatte. Städte und Regionen konnten mitmachen und mussten darlegen, weshalb sie besonders gut als Standort für eine Hyperloop-Trasse geeignet sind.

Hyperloop One will dieses Jahr in der Röhre testen

Über 2.600 Teams aus 100 Ländern hatten Konzepte eingereicht. Mitgemacht hatten offizielle Stellen, aber auch Universitäten oder Unternehmen. Für das Halbfinale sind 35 Entwürfe aus fünf Kontinenten ausgewählt. Das Unternehmen Hyperloop One, das bei Las Vegas eine Teströhre baut und in den kommenden Monaten darin die erste Testfahrten durchführen will, hat zum Ziel, bis 2021 drei Trassen in Betrieb zu nehmen.

Ob eines der europäischen Konzepte dabei sein wird, bleibt abzuwarten. Ein weiterer Kandidat etwa ist das Emirat Dubai. Die Sieger der Global Challenge will Hyperloop One Ende des Jahres bekanntgeben.

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