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Homeland Security: Angabe von Facebook-Konten bei US-Einreise gewünscht

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Moritz Rosenfeld an Dezember 23, 2016 - 8:00 pm in Security

Die im Juni 2016 angekündigte Abfrage von Konten auf sozialen Netzwerken bei der Einreise in die USA ist nun umgesetzt. Wer per Visum unterwegs ist oder das Esta-Formular (Electronic System for Travel Authorization) ausfüllt – was bei den meisten Touristen aus Europa die Voraussetzung für den Transkontinentalflug und die Einreise ist -, findet in den Menüs seit ein paar Tagen einen neuen Stichpunkt. Dort soll man seine Konten auf Youtube, Twitter, Github, Google+, Facebook und anderen Portalen eintragen.

Die Angabe ist freiwillig, sie soll laut dem Heimatschutzministerium (Homeland Security) keine Auswirkungen auf die Bewilligung der Einreise haben. Trotzdem dürfte sich ein Großteil der Betroffenen zur Auskunft gedrängt fühlen. Schließlich wollen selbst unbescholtene Reisende dem uniformierten Beamten bei der Passkontrolle möglichst wenig Anlass zu Nachfragen geben, sondern die Prozedur möglichst rasch hinter sich bringen.

Das Ministerium möchte mit den Informationen laut Politico.com „potenzielle Bedrohungen“ frühzeitig erkennen. Es hat keine Informationen darüber veröffentlicht, was mit den Daten geschieht und wie lange sie gespeichert werden.

Bürgerrechtler sind nach Angaben von Politico über die neue Abfrage empört. Neben der Intransparenz stört sie unter anderem, dass besonders Reisende aus arabischen oder moslemisch geprägten Ländern von negativen Auswirkungen betroffen sein dürften und dass Beiträge dieser Reisenden im sozialen Netz besonders gründlich durchsucht werden könnten. Zugleich dürfte bei diesen Personen die Gefahr von Namensverwechslungen und Falschübersetzungen relativ groß sein.

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