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Google veröffentlicht erste Instant Apps zum Testen

Gerfried Steube on January 25, 2017 - 3:31 am in Software-Entwicklung

Instant Apps lassen sich ohne vorherige Installation verwenden, unterliegen dabei aber strengeren Einschränkungen. Entwickler sollen vorhandene Apps ohne große Schwierigkeiten entsprechend erweitern können.

Auf der Entwicklerkonferenz I/O 2016 hatte Google unter anderem Instant Apps angekündigt. Das System steht zunächst nur einer geschlossenen Gruppe von Entwicklern offen. Nun gibt es die ersten daraus entstandenen Anwendungen zum Testen, darunter Apps von BuzzFeed, Wish, Periscope und Viki. Um Verwirrungen vorzubeugen: Instant Apps sind etwas anderes als die ebenfalls jüngst vorgestellten Progressive Web Apps. Bei Letzteren handelt es sich um Webseiten, die sich analog zu Apps auf dem Gerät installieren lassen, aber Webtechniken verwenden.

Instant Apps erweitern dagegen herkömmliche Android-Apps, indem sie die Nutzung eines Teils der Funktionen ohne Installation erlauben. Google bezeichnet sie explizit als Ergänzung und nicht als Ersatz für vorhandene Apps. Der Download beschränkt sich auf die verwendete Funktionen. Entwickler können ihre vorhandenen Anwendungen wohl ohne wenig Aufwand zusätzlich als Instant Apps anbieten und im selben Projekt verwalten.

Eingeschränkter Zugriff

Einige Zugriffe bleiben den Instant Apps verschlossen. Unter anderem können sie weder auf im Hintergrund laufende Dienste und installierte Apps noch auf persistente Identifikationen wie die MAC-Adresse oder IMSI (International Mobile Subscriber Identity) zugreifen. Für die grundsätzlich erlaubten Funktionen gilt das Permission-Modell von Android 6, sodass die Nutzer entsprechende Zugriffe erlauben müssen. Auch die Installation der vollständigen App aus der Instant-Variante heraus ist möglich.

Auch wenn Google nun ausgewählte Apps veröffentlicht, gibt es noch keine öffentliche Betaphase. Interessierte Entwickler können sich jedoch weiterhin für die Teilnahme am Programm bewerben. Das vollständige SDK soll in den nächsten Monaten öffentlich erscheinen.

Weitere Details finden sich im Blogbeitrag und auf der Android-Developer-Site. Letztere bietet einen Link zum Bewerbungsformular für das Early-Access-Programm. (rme)

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