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Gesichtserkennung: Programmierer veröffentlicht Bilder aus Tinder auf Kaggle

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Moritz Rosenfeld on May 3, 2017 - 1:00 am in Security

Bilder aus Tinder für eine andere Art von Match: Ein Programmierer hat 40.000 Bilder aus der Mobile-Rating-App herausgezogen. Die Bilder wollte er als Beispieldaten für Experimente mit künstlicher Intelligenz nutzen.

Der Datensatz besteht aus den Bildern von Nutzern aus der Bay Area im US-Bundesstaat Kalifornien. Es sind zur Hälfte Männer und Frauen. Da viele Nutzer mehrere Bilder in ihrem Profil einstellen, sind es mutmaßlich weniger als 40.000 Personen. Der Programmierer konnte sich die Bilder mit Hilfe eines Scripts über die API von Tinder beschaffen. Das Script hat er auf Github veröffentlicht.


Die Bilder waren bei Kaggle abrufbar

Er veröffentlichte die Bilder unter dem Titel People of Tinder unter einer CC0-Lizenz auf der Plattform Kaggle. Die Bilder waren in mehrere .zip-Dateien aufgeteilt: Vier enthielten jeweils etwa 10.000 Bilder. Hinzu kamen zwei Dateien mit je 500 Bildern, getrennt nach Geschlechtern.

Kaggle ist eine Plattform, die Wettbewerbe für Maschinenlernen, Datamining und Vorhersagemodelle veranstaltet. Unternehmen oder Forschungseinrichtungen können dort ihre Daten einstellen. Die Mitglieder der Community entwickeln dann Modelle zur Auswertung. Google hat Kaggle vor kurzem gekauft.

Datensätze für die Gesichtserkennung sind oft zu klein

Die Bilder sollten Kaggle-Nutzer als Beispiele für Gesichtserkennungssysteme dienen. Er sei die üblichen Datensätze, an denen Algorithmen für die Gesichtserkennung trainiert würden, leid gewesen, begründet er auf Github. Sie seien meist zu klein und zu streng in ihrer Struktur. “Tinder gibt einem Zugriff auf Tausende von Menschen in einem Umkreis von wenigen Meilen. Warum nicht Tinder nutzen, um einen besseren, größeren Datensatz mit Gesichtern zu erzeugen?”

Anders als dem Programmierer sind den Verantwortlichen bei Tinder einige Gründe eingefallen, warum besser kein Datensatz mit Gesichtern aus ihrem Angebot aufgebaut werden sollte. Sie kontaktierten Kaggle und verlangten, dass die Bilder entfernt würden.

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