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FTTC: Deutsche Telekom nennt sich “die Glasfaser Company”

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Gerfried Steube on January 13, 2017 - 3:25 am in Internet

Die Deutsche Telekom bezeichnet sich in einer Eigenwerbung als “die Glasfaser Company”. Auf einen entsprechenden Beitrag im Firmenblog wird in einer lokalisierten Vectoring-Werbung bei Facebook verlinkt. Damit reagiert das Unternehmen auf Kritiker, die dem Festnetzbetreiber vorwerfen, für die fehlende Fiber-To-The-Home-Versorgung in Deutschland hauptverantwortlich zu sein.

Firmensprecher Markus Jodl erklärt im Leserforum zu seinem Beitrag, dass auch bei Fiber To The Curb (FTTC) das “F” für Fiber steht. “Mit dem FTTC-Ausbau werden 80 Prozent der Strecke zwischen Kunden und Internet mit Glasfaser überwunden. Wir bauen mehr Glasfaser als jeder andere Anbieter.” Aber die Telekom baut nur selten Glasfaser bis zum Endnutzer, das wird bislang den Stadtnetzbetreibern überlassen.

Die Telekom Deutschland investiert jährlich rund vier Milliarden Euro. Da sie der größte Netzbetreiber ist, ist das mehr, als jeder Konkurrent ausgibt.

Kerngeschäft FTTC und Vectoring

FTTH-Netzwerke amortisieren sich nach 25 Jahren, was nicht ins Geschäftsmodell der börsennotierten Telekom passt. Die Telekom hat sich aus dem direkten Glasfaserausbau bis auf einige wenige Projekte zurückgezogen. Bruno Jacobfeuerborn, Technikchef der Deutschen Telekom, sagte im April 2016, das Kerngeschäft sei “FTTC und Vectoring, also der Glasfaserausbau bis zu den grauen Kästen am Straßenrand, sowie mit FTTH in Neubaugebieten.” VDSL wird von der Telekom in aller Regel über Glasfaser versorgte Multifunktionsgehäuse (MFG) realisiert.

Angaben zur Anzahl seiner Fiber-To-The-Home-Anschlüsse macht der Netzbetreiber weiterhin nicht, Vectoring wird beschönigend als Glasfaser bezeichnet. Die noch kleine Kabelnetzsparte der Telekom hatte im Juni bereits 155.000 Kunden. Dort wird die Glasfaser bis ans Haus verlegt (Fiber To The Building) und im Gebäudeinneren auf Koaxialverkabelung gesetzt.

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