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Fluch der Karibik 5: Bitcoin-Erpressung gegen Disney-Filmstudios

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Moritz Rosenfeld on May 16, 2017 - 1:52 pm in Security

Die Disney-Filmstudios werden offenbar erpresst. Wie der Hollywood Reporter berichtet, würden unbekannte Angreifer drohen, noch nicht veröffentlichte Filme des Studios zu veröffentlichen, wenn dieses sich nicht bereiterklärt, einen hohen Bitcoin-Betrag zu bezahlen. Erst vor wenigen Wochen war eine Rohversion der Netflix-Serie Orange is The New Black nach einer gescheiterten Erpressung fast vollständig veröffentlicht worden.


Disneys CEO Bob Iger soll die Erpressung im Gespräch mit ABC-Mitarbeitern bestätigt haben und gab demnach an, dass die Angreifer einen nicht genannten Film kopieren konnten. Wenn Disney die geforderte Erpressersumme in Bitcoin nicht bezahlen würde, würden zunächst fünf Minuten des Films veröffentlicht, später weitere Abschnitte des Films zu jeweils 20 Minuten. Die kommenden Blockbuster von Disney sind Fluch der Karibik 5 mit Johnny Depp und Cars 3. Zwischenzeitlich wurde in Foren spekuliert, dass es sich um den kommenden Star-Wars-Film handeln würde, diese Behauptung scheint aber nicht zu stimmen. Wie hoch die geforderte Bitcoin-Summe ist, ist derzeit unklar.

Netflix-Serie von Post-Production-Firma kopiert

Unklar ist, wie die Angreifer an das Material gekommen sein könnten. Die veröffentlichte Netflix-Serie wurde offenbar vom Server einer Post-Production-Firma kopiert, die ihre Systeme nur unzureichend gesichert hatte.

Disney selbst soll die Behörden eingeschaltet haben und plant offenbar nicht, zu zahlen. Einen offiziellen Kommentar zu der angeblichen Erpressung hat das Unternehmen bislang nicht abgegeben. Auch das Filmstudio Sony war vor einigen Jahren erpresst worden, nachdem zahlreiche Server des Unternehmens gehackt worden waren. Damals wurden auch politische Motive angegeben, die Angreifer zeigten sich verärgert über die Nordkorea-Satire The Interview.

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