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Creators Update: Die meisten Linux-Entwickler-Tools laufen auf Windows

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Gerfried Steube on April 12, 2017 - 4:02 pm in OSS

Vor knapp einem Jahr hat Microsoft angekündigt, dass der Userspace der Linux-Distribution Ubuntu auch auf Windows genutzt werden könnte. Microsoft war sich der Beschränkungen der Technik allerdings bewusst und in einem Test zeigten sich damals schnell die Grenzen, des sogenannten Windows Subsystem für Linux (WSL). Mit dem Creators Update (CU) für Windows 10 sollen die meisten Entwicklerwerkzeuge problemlos mit WSL genutzt werden können, wie Microsoft in einem Blogeintrag schreibt.

Dies sei vor allem durch die rege Beteiligung der Community erreicht worden, die mit Microsoft die Fehler auf unterschiedlichen Wegen diskutiert habe, heißt es darin. Die beteiligten Entwickler haben eigenen Angaben zufolge mehrere Hundert Probleme behoben, wobei vor allem die Kompatibilität zu den Linux-Systemaufrufen verbessert wurde.


Lange Liste unterstützter Werkzeuge

Die von Microsoft veröffentlichte Liste an Werkzeugen und Technik, die mit Windows 10 CU wie erwartet arbeiten sollen, bietet tatsächlich eine Vielzahl der zur Entwicklung üblicherweise genutzten Werkzeuge unter Linux. Neben Core-Tools und mehreren Shells laufen so in WSL auch Editor wie Vim und Emacs sowie verschiedene Plattformen wie Node.js, Ruby, Java, Python oder auch .Net Core. Ebenso laufen Server wie Apache, Nginx, Datenbanken wie MySQL und PostgreSQL oder der SSH-Daemon.

Am wichtigsten für einen besonders breiten Support der Werkzeuge waren wohl die Arbeiten am Netzwerk, die Unterstützung für Inotify, das auch für Dateien im Windows-Dateisystem genutzt werden kann, sowie die Interoperabilität zwischen Windows und dem Linux-System.

Trotz all der Verbesserungen des vergangenen Jahres bezeichnet Microsoft das WSL immer noch als Beta. Zudem plant das Team viele weitere Verbesserungen und verweist darauf, dass Nutzer des sogenannten Fast-Rings der Insider-Builds von Windows 10 diese am schnellsten erhalten.

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