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Breitbandausbau: Bund gibt weitere 935 Millionen Euro aus

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Heinrich Voigts an März 21, 2017 - 8:15 pm in Internet

Das Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur hat eine weitere knappe Milliarde Euro aus dem Breitband-Förderprogramm an verschiedene Ausbauprojekte vergeben. In Berlin war am Dienstag Übergabe der Bescheide.

Infastrukturminister Alexander Dobrindt (CSU) hat am Dienstag in Berlin 165 Förderbescheide für den Glasfaserausbau in unterversorgten Regionen übergeben. Insgesamt nimmt der Bund damit weitere 935 Millionen Euro in die Hand. Mit Gelder, die Kommunen und die Wirtschaft beitragen, kommen Investitionen von 2,2 Milliarden Euro zusammen, Dobrindt anlässlich der Übergabe in Berlin. Mit den Mitteln könnten nun 84.000 Kilometer Glasfaserkabel verlegt und rund 860.000 Haushalte und Unternehmen angeschlossen werden.

Dritte Welle

Die Breitbandförderung ist Teil des 2015 von der Bundesregierung aufgelegten Programms, das rund vier Milliarden Euro umfasst. In zwei ersten Förderrunden wurden daraus bereits mehr als 1,3 Milliarden Euro vergeben. „Mit den neuen Förderbescheiden verdoppeln wir auf einen Schlag nahezu die Zahl der Haushalte und Unternehmen, die von unserem Bundesprogramm für den Glasfaserausbau profitieren“, sagte Dobrindt in Berlin.

Innerhalb eines Jahres hat das BMVI 336 Netzausbauprojekte in ganz Deutschland bewilligt. Für jedes Ausbauprojekt erhalten Landkreise und Kommunen bis zu 15 Millionen Euro, um unterversorgte Gebiete ans Turbo-Internet anzuschließen. Der Bund fördert bis zu 70 Prozent der Kosten eines Projekts. Damit will die Bundesregierung vor allem den Ausbau in unterversorgten ländlichen Regionen voranbringen.

Ziel: 50 MBit/s bis 2018

Die Bundesregierung hat das Ziel ausgegeben, dass in Deutschland bis 2018 flächendeckend Übertragungsgeschwindigkeiten von 50 Megabit pro Sekunde verfügbar sind. Derzeit sind solche schnellen Zugänge bundesweit für 75,5 Prozent der Haushalte verfügbar, wie Dobrindt sagte. Er verwies darauf, dass es sich bei den jüngsten Förder-Zusagen teils auch schon um Projekte mit 100 oder 200 Megabit handele. Weiße Flecken mit unzureichender Breitbandversorgung gebe es noch in allen Regionen vor allem der Flächenländer. (vbr)

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