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Bluetooth 5.0 verabschiedet

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Heinrich Voigts an Dezember 8, 2016 - 11:20 pm in Internet

Die Bluetooth Special Interest Group hat Version 5.0 ihres drahtlosen Kommunikationsprotokolls verabschiedet. Es soll speziell auf die Erfordernisse des Internet of Things zugeschnitten sein; erste Geräte werden in den nächsten Monaten erwartet.

Eine gegenüber der Vorgängerversion um den Faktor 4 größere Reichweite, ein verdoppelter Durchsatz und acht mal so viele Broadcasts – das sind die Eckpunkte der jetzt verabschiedeten Core-Version 5.0 der Bluetooth-Spezifikation. Wohl wichtiger noch: Bluetooth 5 soll Interoperabilität zu anderen drahtlosen Kommunikationsprotokollen bringen und so leichter für das Internet der Dinge nutzbar werden. Geräte mit dem neuen Protokoll sollen nicht mehr Strom aufnehmen als die aktuellen.

Erste Implementierungen erwarten Fachleute in den nächsten Monaten. Einige durch ältere Protokollversionen definierte Dienste gelten damit als überholt („deprecated“), etwa FTP oder SPP V.1.1, die jeweils durch Version 1.2 ersetzt werden. Die kompletten Spezifikationen stehen zum Download zur Verfügung, ebenso die Regularien für Kompatibilitätstests.

Im Prinzip rückwärtskompatibel

Was die Kompatibilität angeht, gilt: „Im Prinzip ja, aber…“ In der Bluetooth-5-FAQ ist dazu zu lesen, dass Geräte, die nur das Low-Energy-Feature der neuen Version implementieren, kompatibel sind zu Bluetooth-4.x-Geräten, die ebenfalls dieses Feature aufweisen. Ähnliches gilt für die Spezifikation der Basic Data Rate und Enhanced Data Rate (BR/EDR). Hier soll Rückwärtskompatibiltät bis Version 1.1 gelten. Wie es tatsächlich um das Zusammenspiel von Geräten mit verschiedenen Bluetooth-Versionen bestellt ist, werden die ersten Implementierungen zeigen.

Bluetooth entstand in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts, es gehört zu den nach IEEE 802.15 spezifizierten WPAN-Technologien (Wireless Personal Area Network) und arbeitet im 2,4-GHz-Bereich. Maßgeblich an der Entwicklung beteiligt war die Firma Ericsson, Ergänzungen kamen von Nokia und Intel. Die Geräte sind in drei Klassen bezüglich Reichweite und Signalstärke aufgeteilt, Klasse-1-Geräte konnten im Freien bislang maximal 100 m weit senden. (js)

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