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Automobilzulieferer: Leoni schreibt nach 40-Millionen-Betrug Verluste

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Moritz Rosenfeld on November 27, 2016 - 12:14 am in Security

Nach einem schweren Betrugsfall rutscht der Automobilzulieferer und Kabelspezialist Leoni in die Verlustzone. Das Unternehmen hatte im August dieses Jahres mitgeteilt, von Kriminellen um rund 40 Millionen Euro betrogen worden zu sein. Die Angreifer nutzten dabei offenbar den sogenannten Chef-Trick, um durch gefälschte interne Dokumente Überweisungen zu erschleichen.

Wie das Handelsblatt berichtet, teilte der neue Finanzchef des Unternehmens mit, dass die Gelder über eine osteuropäische Tochter nach Asien abgeflossen seien. Für das abgelaufene Quartal habe sich durch den Betrug ein Fehlbetrag von 24 Millionen Euro ergeben. Ein Jahr zuvor hatte das Unternehmen im gleichen Zeitraum 16 Millionen Euro erwirtschaftet. Das operative Geschäft lief aber weitgehend nach Plan, der Umsatz ging um rund 2 Prozenz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 3.309 Millionen Euro zurück.

Das Unternehmen rechnet offenbar nicht mehr damit, das Geld oder Teile davon wiederzubekommen. Derzeit prüfe man aber Schadenersatzansprüche und Ansprüche aus Versicherungen. Die Behörden ermitteln noch immer, ein konkretes Ergebnis scheint noch nicht festzustehen. Der Verlust könnte sich auf die Anleger auswirken, die in diesem Jahr möglicherweise weniger Dividende erhalten werden als in den vergangenen Jahren.

Betrug lief wohl über rumänische Tochterfirma

Der Betrug lief nach Ermittlungen der rumänischen Polizei offenbar über eine Tochterfirma von Leoni in dem Land ab. Die Angreifer sollen Zahlungsaufforderungen versendet haben, die denen aus dem Mutterhaus täuschend ähnlich sehen würden. Die Ermittler vermuten daher, dass die Angreifer über detaillierte Insider-Informationen verfügen. Ein Hack der IT-Infrastruktur von Leoni soll nicht erfolgt sein.

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