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Astrohaus Freewrite im Test: Schreibmaschine mit Cloud-Anschluss und GPL-Verstoß

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Gerfried Steube on November 25, 2016 - 5:40 am in OSS

Unser erster Impuls, als wir im Internet auf die Astrohaus Freewrite gestoßen sind: Die wollen wir haben. Das ursprünglich per Crowdfunding realisierte Gerät soll Autoren ein ablenkungsfreies Schreiben von Texten ermöglichen und das klassische Gefühl einer Schreibmaschine zumindest teilweise nachahmen. Damit die Autoren sich keine Sorgen um ihre Texte machen müssen, werden diese automatisch bei Cloud-Diensten gespeichert. Ob die ungewöhnliche Umsetzung gelingt, klären wir im Test.


Das Gerät ist hochwertig verarbeitet, das Chassis besteht aus einem schwarz lackierten Metallgehäuse, der Boden hingegen aus einer Plastikabdeckung. Im Kontrast dazu fallen die grauweißen Tasten der hochwertigen mechanischen Tastatur auf. Darüber hinaus gibt es noch zwei Drehschalter mit jeweils drei Positionen – für die WLAN-Konfiguration und verschiedene Speicher- beziehungsweise Synchronisierungsoptionen. Mit 1,8 kg wiegt das Gerät ungefähr so viel wie ein durchschnittlicher 15-Zoll-Laptop.

Bildschirm mit Shakespeare

Mittig befindet sich ein E-Ink-Display, auf dem abwechselnd verschiedene Bildschirmschoner angezeigt werden, die die Konterfeis bekannter Autoren wie William Shakespeare zeigen. Unterhalb des Hauptdisplays befindet sich ein kleinerer Anzeigebereich. Booten wir das Gerät mit dem roten Einschaltknopf, dauert es eine Weile, bis wir mit dem Schreiben beginnen können – genauer gesagt 45 Sekunden. Das finden wir deutlich zu lang, sollte eine Schreibmaschine doch im Vergleich mit einem Computer dadurch glänzen, dass wir ohne Wartezeit mit dem Schreiben beginnen können.

Keine unnötige Benutzeroberfläche

Ist das Gerät erst einmal gebootet, empfängt es uns mit einem leeren Bildschirm. Über ein klassisches Menü verfügt die Freewrite nicht, um nicht vom eigentlichen Benutzungszweck abzulenken. Einige Einstellungen lassen sich vornehmen – allerdings nur über die Weboberfläche des Herstellers.

  • Webapp der Freewrite mit der Auswahl der Cloud-Dienste (Screenshot: Golem.de)
  • Webapp der Freewrite mit den synchronisierten Texten (Screenshot: Golem.de)
  • Die Webapp der Freewrite - hier können Tastaturlayouts hinzugefügt werden. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Freewrite-Schreibmaschine ... (Bild: Martin Wolf/ Golem.de)
  • ... hat eine exzellente Tastatur und ein konstrastreiches E-Ink-Display. (Bild: Martin Wolf/ Golem.de)
  • Anschalter und Ordnerauswahl der Freewrite (Bild: Martin Wolf/ Golem.de)
  • Einstellungen für das WLAN (Bild: Martin Wolf/ Golem.de)
  • Das Gerät hat einen praktischen Tragegriff. (Bild: Martin Wolf/ Golem.de)
  • Freewrite von hinten (Bild: Martin Wolf/ Golem.de)
  • Rückseite der Freewrite (Bild: Martin Wolf/ Golem.de)
  • Das Gerät wird per USB-C aufgeladen - wenn der Akku funktioniert. (Bild: Martin Wolf/ Golem.de)
  • Die Freewrite eignet sich auch, um im Hipster-Café aufzufallen und schwermütig und nachdenklich zu wirken. (Bild: Martin Wolf/ Golem.de)
  • Freewrite mit Haltegriff (Bild: Martin Wolf/ Golem.de)

Webapp der Freewrite mit der Auswahl der Cloud-Dienste (Screenshot: Golem.de)

Dort können andere Tastaturlayouts hinzugefügt werden, wobei die Beschriftung der Tasten selbst natürlich beim US-Standard bleibt. Die verschiedenen installierten Keyboard-Layouts können dann am Gerät durchgeschaltet werden. Andere physische Tastaturlayouts können derzeit nicht bestellt werden, Nutzer könnten nur mit Aufklebern oder alternativen Keycaps nachhelfen.

Die Verbindung mit einem WLAN wird hergestellt, indem der entsprechende Schalter auf “New” bewegt wird. Dann erscheinen erkannte Netze im Display, Nutzer navigieren sich mit Zahlen zum richtigen WLAN und geben ihr Passwort ein.

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