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AsiaBSDCon: Kunden drängen Intel zu größerer FreeBSD-Unterstützung

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Gerfried Steube an März 20, 2017 - 7:48 am in OSS

Auf der Entwicklerkonferenz AsiaBSDCon in Tokio hat Intel am vergangenen Wochenende eine Großspende über 250.000 US-Dollar an die FreeBSD-Foundation angekündigt. Damit wäre Intel der für dieses Jahr bisher größte Einzelspender an den gemeinnützigen Verein, der die Entwicklung des freien Betriebssystems FreeBSD unterstützt. Die Spende dient wohl als erster Schritt einer vermutlich langfristig angelegten Verpflichtung gegenüber dem FreeBSD-Projekt.

Denn zusätzlich zu der Spende will sich Intel eigenen Angaben zufolge stärker als bisher in dem Projekt engagieren, was die FreeBSD-Foundation auf Twitter bestätigt. Demnach hat Intel „wichtige Rückmeldungen“ seiner Kunden darüber erhalten, dass sich diese nicht nur eine breitere, sondern vor allem aktuelle Unterstützung des Betriebssystems durch Intel selbst wünschen. Diese Kunden sind wahrscheinlich Betreiber von Rechenzentren oder FreeBSD-Appliances wie etwa Netflix.

Die Unterstützung für FreeBSD sei darüber hinaus im Einklang mit der sonstigen Softwarestrategie des Unternehmens sowie dem Wunsch, eine Vielzahl von Betriebssystemen auf seinen Plattformen zu unterstützen, so Intel. Die Zusammenarbeit mit FreeBSD soll „Treiber, Werkzeuge und Anwendungen für CPU, Netzwerk-Produkte sowie SSDs“ umfassen. Ebenso sollen Intel-eigene Techniken wie etwa Quickassist oder künftig auch 3D-Xpoint-Speicher dank der Kollaboration künftig besser in FreeBSD genutzt werden können.

Dass die Kunden den Hersteller Intel zu einer besseren und vor allem schnelleren Unterstützung neuer Hardware und Technik in FreeBSD drängen, ist wenig verwunderlich. So wird FreeBSD unter anderem wegen seines Netzwerkstacks in besonders kritischen Umgebungen nach wie vor gern eingesetzt. Im Vergleich zum Linux-Support investiert Intel bisher aber sehr wenige Ressourcen in FreeBSD, so dass etwa neue Intel-Hardware erst sehr viel später als unter Linux auch in FreeBSD genutzt werden kann. Das wird sich künftig wohl ändern.

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