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APFS-Konvertierung: Apple hat vorzeitig Pseudotests bei Endkunden durchgeführt

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Heinrich Voigts on June 13, 2017 - 10:56 am in Internet

Die Konvertierung des Dateisystems HFS+ nach APFS hat Apple bereits mit dem Beginn der Einführung von iOS 10 durchgetestet. Allerdings nicht, wie in so einem Fall zu vermuten wäre, nur auf Testgeräten, sondern als Trockenübung (Dry Run) auch auf Geräten von Endnutzern, die das System installiert haben. Das geschah ohne Zustimmung und ohne Wissen der Anwender, wie Apple nebenbei auf der WWDC zugab. Die Daten waren allerdings auch nicht in Gefahr, da diese gar nicht modifiziert wurden.

Bei der Trockenübung hat sich Apple nur die Metadaten angesehen und diese temporär in einen freien Speicherbereich kopiert. Diese Metadatenkopie wurde dann konvertiert, überprüft und anschließend wieder gelöscht. Ein Vorgang, der offenbar sicher war, zumal die eigentlichen Daten unberührt und somit weiter bestehen blieben. Trotzdem ist der Vorgang kritisch zu betrachten. Der Anwender hat keine explizite Einwilligung gegeben und wurde dennoch als Versuchsperson benutzt.

Bei der eigentlichen Konvertierung wurden die Metadaten konvertiert, überprüft und anschließend die alten Metadaten gelöscht. Ab dem Punkt ist das Dateisystem konvertiert worden. Auch hier, ohne die eigentlichen Daten zu modifizieren. Anschließend werden Backups beschleunigt, allerdings nur in Richtung Cloud, da nur in der Situation Snapshots verwendet werden.

Bestätigt wurde zudem eine Beobachtung, die uns im Test von iOS 10.3 mit APFS auffiel. Tatsächlich benötigt APFS weniger Speicherplatz nach jeder Konvertierung, der dann für den Anwender freigegeben wird. Der sogenannte Volume Manager von HFS wird nicht mehr benötigt.

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