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2. Klasse: Freies WLAN der Bahn wird nach 200 MByte gedrosselt

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Gerfried Steube an November 30, 2016 - 3:06 pm in Internet

Die Deutsche Bahn hat die Grenzen ihrer kostenlosen WLAN-Versorgung in der 2. Klasse abgesteckt. Nach dem Verbrauch eines Datenvolumens von 200 MByte in 24 Stunden werde gedrosselt, erklärte Birgit Bohle, Vorstandssitzende DB Fernverkehr am 29. November 2016 in Berlin. Von Maxdome werden 50 Filme gratis im Zug angeboten, die im Zug gehostet werden.

„Mit 200 MByte können wir über 80 Prozent der Bedürfnisse der Fahrgäste der 2. Klasse auch befriedigen. Wir müssen aber abschneiden, denn 8 Prozent der Kunden verursachen mehr als 50 Prozent des Datenverkehrs“, sagte Marketingvorstand Michael Peterson. Das Datenlimit gilt pro Endgerät. In der 1. Klasse gebe es keine Drosselung, aber auch hier würde eine Beschränkung geprüft, wenn einzelne Nutzer sehr hohe Volumen abrufen, erklärte Peterson.

Die Datenrate, mit der gedrosselte Kunden weiter das Internet nutzen können, wollten die Bahn-Manager nicht nennen. Sie werde weit über dem gedrosselten Wert des Konkurrenten Lufthansa von 128 KBit/s liegen.

Speed On kommt später

Eine Speed-On-Option sei im Jahr 2017 angedacht, es werde den Zukauf von Datenvolumen aber erst einmal nicht geben. „Erst geht es darum, Stabilität zu kriegen“, erklärte Karsten Kemeter, Leiter Produktmanagement ICE/IC DB Fernverkehr.

In das Projekt würden über drei Jahre 120 Millionen Euro investiert. Die schwedische Firma Icomera wird ein Multi-Provider-System im Zug installieren. Die exklusive Kooperation der Bahn mit der Deutschen Telekom und T-Systems wurde nicht verlängert, nun erfolgt die Versorgung mit Vodafone, Telefónica und der Telekom. Ein WLAN wird für jeden einzelnen Wagen aufgebaut, das IP-Netz im Zug soll durchweg funktionieren.

Die Multi-Provider-Technik sei der bisherigen Ausstattung überlegen. Das bisherige System der Telekom werde die Bahn nicht weiterführen, denn es sei „nicht wirklich befriedigend gewesen“. Nun habe die Bahn drei Netze, nicht nur eines, sagte Kemeter. So würden auch die Netzlücken der Betreiber besser ausgeglichen. Der Einbau ist bereits in rund 90 Prozent der rund 250 Züge der ICE-Einsatzflotte erfolgt und wird bis Jahresende 2016 abgeschlossen sein. Die neue WLAN-Technik besteht aus Servern und den Access Points. Pro Zug ist ein Server verbaut, der als Zentralrouter für die Verbindung zu den Mobilfunknetzen sorgt: Dazu ist er mit bis zu sechs SIM-Karten bestückt und mit mehreren Außenantennen auf den Wagen verbunden.

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